Drei unvergessliche Wochen in Ecuador bei unserer Schulpartnerschaft in Sarayaku

15. Dezember, 2025 | 17:49

In diesem Herbst durfte eine Gruppe von Schüler*innen des Gymnasiums Limmer eine ganz besondere Reise erleben: Für knapp drei Wochen waren wir in Ecuador – einem Land, das mit seiner atemberaubenden Natur, seiner Vielfalt und seinen herzlichen Menschen unvergessliche Eindrücke hinterlassen hat. Der Anlass unserer Reise war der Austausch mit unserer Partnerschule in dem weltberühmten indigenen Dorf Sarayaku, in dem wir rund zehn Tage verbringen durften.

Sarayaku liegt mitten im ecuadorianischen Regenwald und ist für viele ein Symbol für den Schutz der Natur, die Bewahrung indigener Traditionen und den Widerstand gegen multinationale Ölkonzerne. Schon die Anreise per Jeep und Kanu war ein Abenteuer für sich und ließ uns erahnen, wie abgelegen und besonders dieser Ort ist. In Sarayaku wurden wir offen empfangen und in den Alltag der Gemeinschaft eingebunden. Wir lernten ihre Sprache, Bräuche und Lebensweise kennen und erfuhren, wie eng die Menschen dort mit der Natur verbunden sind.

Gemeinsam nahmen wir an traditionellen Bräuchen teil, wie der Minga, einer gemeinschaftlichen Arbeit, mit anschließenden Tänzen, vielen Trommeln und dem Trinken des traditionellen Getränks – der Chicha. Wir halfen bei alltäglichen Aufgaben und lernten den respektvollen Umgang mit dem Regenwald und die daraus erschaffenen Naturkunstwerke.

Ebenfalls war die Teilnahme an der Guayusa-Zeremonie (Trinken des traditionellen Tees – der Guayusa in den sehr frühen Morgenstunden), ein unbeschreiblicher Einblick in die Kultur der Menschen aus Sarayaku. Unsere Austauschpartner*innen zeigten uns, welche Möglichkeiten existieren, um Alltagsgegenstände aus reinen Naturmaterialien herzustellen. Die traditionelle Handarbeit macht es möglich, aus Pflanzenteilen wahre Kunstwerke zu erschaffen.  Besonders beeindruckend war, wie selbstverständlich Nachhaltigkeit und Gemeinschaft in Sarayaku gelebt werden. Diese besonderen gemeinschaftlichen Werte durften wir nicht nur beobachten, sondern selbst im Alltag und der Umgebung erleben. Natürlich blieb auch Zeit für gemeinsame Aktivitäten wie Wanderungen durch den Regenwald, sportliche Wettbewerbe wie Fußball und intensiven Kontakt mit unseren Austauschpartnern, bei denen schnell Freundschaften entstanden.
Nach unserem Austausch in Sarayaku hatten wir die Möglichkeit, auch andere Teile Ecuadors kennenzulernen – darunter Städte wie Quito, Puyo und Baños, die uns mit ihrer reichen Geschichte, lebendigen Kultur und atemberaubenden Natur begeisterten. In Quito ergab sich für uns die Möglichkeit, einen der aktivsten Vulkane der Welt bis zur Höhe der Schutzhütte auf nahezu fünftausend Metern zu besteigen. Zwischen kolonial geprägten Altstädten, Andenlandschaften und tropischem Regenwald wurde uns bewusst, wie vielfältig dieses Land ist. 

Der Austausch war für uns mehr als eine Reise: Er war ein interkultureller Dialog, ein Einblick in eine andere Lebenswelt und ein wertvolles Erlebnis, das uns persönlich sehr geprägt und unser Weltbild verändert hat. Wir kehren dankbar zurück – mit neuen Freundschaften, vielen neuen Perspektiven und dem Wunsch, das Gelernte in unseren Alltag mitzunehmen und an andere weiterzugeben.

Wir danken allen, die diese Reise möglich gemacht haben, insbesondere unseren Gastgeber*innen in Ecuador. 

Kawsak Sacha – lebender Wald bleibt für uns nicht nur ein Begriff, sondern ein Gefühl, das wir nie vergessen werden!

Die AG Ecuador

Ein paar weitere Eindrücke:

„Der Ecuador-Austausch war eine super Erfahrung, bei der ich sehr viel darüber gelernt habe, wie man auf der anderen Seite der Welt lebt. Mich hat besonders die Natur und das Zusammenleben mit der Natur fasziniert. Man ist dort so nah an der Natur, dass man richtig darin eintaucht. Der Nachthimmel zum Beispiel war stockdunkel und man konnte die Sterne sehen. Man hört und sieht die faszinierendsten Dinge. Ich konnte nicht genug davon kriegen.“

„Jeder Tag in Sarayaku brachte etwas Neues und Schönes, voller faszinierender Eindrücke  der ganze Aufenthalt war einfach unbeschreiblich toll🫂. Besonders beeindruckend fand ich die Minga am Wochenende, bei der das ganze Dorf zusammenarbeitete, sich gegenseitig half und gemeinsam die Wege und Plätze sauber hielt, dieses Engagement und Gemeinschaftsgefühl hat mich sehr bewegt.“

„In Sarayaku habe ich ein Gemeinschaftsgefühl erlebt, das stärker war als je zuvor, und ich wünschte mir, dass eine solche Verbundenheit überall auf der Welt zu spüren wäre. Die Natur in Ecuador war unglaublich schön und erstaunlich. Ich vermisse es, so einen schönen Anblick für 11 Tage gehabt zu haben.🌿“

„In Sarayaku konnte ich in eine andere Lebensrealität eintauchen, von der man sonst nur sehr wenig hört. Vor allem die Natur sowie die Naturverbundenheit der Leute und die vielfältigen Traditionen und Feste vor Ort haben haben mir sehr gefallen und werden mir lange im Gedächtnis bleiben.“

„Die Reise nach Sarayaku hat mir gezeigt, wie das Leben im Einklang der Natur möglich ist. Am meisten hat mir die Pflanzen und die Tierwelt im Regenwald gefallen, die sich von der im Deutschland stark unterscheidet, genauso wie die Kultur und der Tagesrhythmus der Menschen vor Ort.“

„Es war eine Reise, die mein Denken verändert hat. Die Abende mit meiner Familie waren für mich das tollste Erlebnis, weil sie einiges über ihren Alltag erzählt haben.“

„Ich fand die Eindrücke in Sarayaku sehr spannend und einprägsam. Vor allem die Gemeinschaft und Verbundenheit mit der Natur hat mir sehr gefallen, auch die Gastfreundschaft der Einheimischen war beeindruckend.“

„Mein Highlight in Sarayaku war unsere Teilnahme an der Guayusa Upina im Rahmen des Schulfestes. In dieser besonderen Tee-Zeremonie vor Sonnenaufgang werden die Träume erzählt und interpretiert. Es war beindruckend zu erleben, wie die „Alten“ den „Jungen“ das uralte Wissen der Vorfahren vermitteln.“

„Mich fasziniert, welches Selbstverständnis in Sarayaku gelebt wird. In Einklang mit der Natur leben bedeutet, nur zu nehmen, was man braucht, Flora und Fauna zu kennen für Nahrung, Medizin oder zur Konstruktion und sich im Alltäglichen an der Natur, von der man den ganzen Tag umgeben ist, zu orientieren beginnend beim Aufstehen. Eine wertvolle Erfahrung im Bezug darauf war es auch, sich und seine Bedürfnisse auf das Wesentliche zu reduzieren. Gerade dies tat mir sehr gut verglichen mit unserem Leben, in dem uns so oft dargestellt wird, was wir alles brauchen, kaufen und leisten sollen.“

Winterliches Musik:Forum 2025 – Ein musikalischer Spaziergang durch unsere Schule

14. Dezember, 2025 | 10:33

Am Donnerstag, den 11. Dezember 2025, verwandelte sich unsere Schule in eine lebendige Bühne voller winterlicher Klänge. Unter dem neuen Veranstaltungstitel „Musik:Forum“ fand erstmals ein bewegtes Kulturformat statt, das Besucher*innen ein vielseitiges musikalisches Erlebnis bot – verteilt über mehrere Räume im gesamten Schulgebäude.

Anstelle einer großen zentralen Aufführung in der Aula lud das Lauf- bzw. Werkstattkonzert dazu ein, frei zwischen verschiedenen Stationen zu wechseln. In den Musikräumen, und natürlich auch in der Aula präsentierten die Keyboardklassen 5 und 6, der Chor, die kleine Band und die große Schulband ihre Beiträge.

Doch nicht nur musikalisch gab es an diesem Nachmittag viel zu entdecken: Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm ergänzte das Klang-Erlebnis und sorgte für zusätzliche vorweihnachtliche Atmosphäre. Die Oberstufe bot mit einem Getränke- und Waffelverkauf gemütliche Pausenmöglichkeiten, während aus dem Fach Kunst handgedruckte Weihnachtskarten erworben werden konnten – jedes Stück ein Unikat. Außerdem präsentierte unsere AG-Ecuador wunderschöne kunsthandwerkliche Produkte von unserer Partnerschule aus Sarayaku in Ecuador.

Das Musik:Forum 2025 war ein Nachmittag voller klangvoller Momente, kreativer Einblicke und schöner Begegnungen – ein gelungener Auftakt für das neue Format.

Wir danken allen Beteiligten und freuen uns bereits auf die nächste Ausgabe!

Nele Schmidt, 13.12.25

Feierliche Spendenübergabe an unsere Partnerschule Unidad Educativa Sarayaku im ecuadorianischen Regenwald

10. November, 2025 | 8:53

Am 13. Juni fand an unserer Schule der diesjährige Spendenlauf statt – ein Tag voller Engagement, Motivation und Gemeinschaftsgeist. Dank des großen Einsatzes unserer Schüler*innen, Lehrkräfte und Unterstützer*innen konnte die beeindruckende Summe von 16.500 Euro gesammelt werden. Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal an alle Beteiligten!

Am 25. September wurde dieser Betrag im Rahmen einer feierlichen Videokonferenz offiziell an unsere Partnerschule Unidad Educativa Sarayaku im ecuadorianischen Regenwald übergeben. Die Freude und Dankbarkeit auf beiden Seiten war deutlich spürbar. Mehrere Vertreter*innen der Partnerschule ergriffen das Wort, um ihren herzlichen Dank auszusprechen – für die Solidarität, die Verbundenheit und den Ausdruck gelebter Menschlichkeit, gerade in Zeiten wie diesen.

Auch eine Schülerin unserer Partnerschule trug mit einem bewegenden Beitrag zur Feier bei, bevor eine traditionelle Tanzeinlage den gelungenen Abschluss bildete.

Diese Begegnung hat einmal mehr gezeigt, wie stark die Verbindung zwischen unseren Schulen ist – und was entstehen kann, wenn Menschen sich über Kontinente hinweg füreinander einsetzen.

Projekttag 8. Jahrgang: Gesunde, nachhaltige und autonome Ernährung im Amazonasgebiet und in Niedersachsen

21. August, 2025 | 12:13

Am 25.6.2025 veranstalteten wir als Ecuador-AG einen Projekttag für den gesamten achten Jahrgang, der ganz im Zeichen unserer Partnerschaft mit der Unidad Educativa Sarayaku in Ecuador stand. Ziel dieses besonderen Tages war es, den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in das Dorf Sarayaku und unsere Schulpartnerschaft zu geben. Es ging aber in erster Linie um unser Projekt „Nachhaltige Ernährung in Niedersachsen und dem Amazonasgebiet“ Von der ersten bis zur sechsten Stunde waren wir gemeinsam aktiv und haben gelernt, erlebt, diskutiert und gestaltet.

Der Tag begann mit einem gemeinsamen Einstieg im Klassenverband. Zuerst schauten wir zusammen einen Film, der den Auftritt Sarayakus bei der Klimakonferenz 2015 in Paris beleuchtete. Im Mittelpunkt stand das Projekt des Dorfes, ein Traditionelles Kanu mit nach Paris zu bringen, um die indigene Kultur der Kichwa zu repräsentieren. Für viele war es beeindruckend zu sehen, wie unterschiedlich das Leben auf der anderen Seite der Welt sein kann und dennoch, wie viel uns verbindet.

Im Anschluss ging es in kleinere Gruppen, in denen verschiedene Workshops zum Thema Ernährung angeboten wurden. Das Oberthema war hierbei „gesunde, nachhaltige und autonome Ernährung im Amazonasgebiet und in Niedersachsen „, was auch unser Projekt für unsere Begegnungsreise in Sarayaku im Herbst dieses Jahres sein wird. Hier konnten sich die Schülerinnen und Schüler praktisch und kreativ mit wichtigen Themen unserer Zeit auseinandersetzen. Ein Beispiel dafür war der Workshop „Klima schmeckt“, bei dem es um klimafreundliche Ernährung, regionale Produkte und bewussten Konsum ging. Aber auch andere Themen wie Urban Gardening, Fairer Handel, globale Lieferketten oder nachhaltige Gerichte wurden aufgegriffen.

Die Gruppen arbeiteten intensiv und interessiert an ihren Themen. Besonders schön war, dass viele die Gelegenheit nutzten, sich eigene Gedanken zu machen. Um das Gelernte festzuhalten und auch für andere sichtbar zu machen, gestalteten die Schülerinnen und Schüler im Anschluss Präsentationen zu den jeweiligen Themen, die im Klassenverbund präsentiert wurden.

Zum Abschluss trafen sich alle Beteiligten noch einmal zu einem gemeinsamen Kahoot-Quiz, das Fragen zu Ecuador, zur Partnerschule und zu den Inhalten der Workshops enthielt. Mit viel Freude und Ehrgeiz wurde geraten, gewusst, gelacht und auch so manches Detail aus dem Film oder den Gruppenarbeiten wieder hervorgeholt.

 
Rückblickend war der Projekttag für uns als Ecuador-AG ein voller Erfolg. Es war schön zu sehen, wie offen und interessiert der achte Jahrgang sich auf das Thema eingelassen hat. Wir hoffen, dass die Schüler*innen ihre Erfahrungen aus den Projekten in ihren Alltag einbinden und so einen nachhaltigeren Lebensstil festigen können. Und vielleicht hat der eine oder die andere Schüler*in ja auch Lust bekommen, sich künftig selbst in der Ecuador-AG zu engagieren.

Die Ecuador-AG

Gefördert und unterstützt werden die Schulpartnerschaft, und die Projekttage von

Kulturabend voller Kreativität und Vielfalt – ein gelungener Abend am Gymnasium Limmer

23. Juni, 2025 | 8:37

Am Dienstag, den 17. Juni 2025, verwandelte sich die Aula unserer Schule in eine lebendige Bühne für ein buntes Spektrum kultureller Darbietungen. Das diesjährige Sommer- Kulturforum bot ein beeindruckendes Zeugnis der Kreativität, des Engagements und der Vielseitigkeit unserer Schulgemeinschaft.

Das musikalische Programm eröffnete die Keyboardklasse 5 unter der Leitung von Herrn Pabst. Es folgten mitreißende Beiträge der Keyboardklasse 6, geleitet von Herrn Gerrlich, und des Chors, geleitet von Herrn Pabst. Im Rahmen der Keyboardklasse kooperiert das Gymnasium Limmer mit der Musikschule Hannover. Die großartige Zusammenarbeit lässt sich in dem Erfolg der Aufführung deutlich erkennen.

Souverän und charmant führten Paula und Julie aus dem 9. Jahrgang durch das Bühnenprogramm und begleiteten das Publikum gekonnt von Programmpunkt zu Programmpunkt.

Gesellschaftlich engagiert zeigte sich die AG Mitmischen, die sich in ihrem Beitrag mit den Themen Demokratie und Antifaschismus auseinandersetzte – ein wichtiges Zeichen in der heutigen Zeit.

Gelungen waren auch die Darbietungen zum Thema Traum des Kurses Darstellendes Spiel des 12. Jahrgangs unter der Leitung von Frau Schattling. Ausdrucksstark und berührend zeigten die Schülerinnen und Schüler, was Theater auf schulischer Bühne leisten kann.

Der Kurs Bild – Ton – Szene 9 (unter der Leitung von Frau Bergmann und Herrn Pabst) beeindruckte gleich doppelt: Zum einen mit einer tänzerischen Choreographie zu selbst komponierter Musik, zum anderen mit einem künstlerischen Video zum Thema „Masken“. Auch der Kurs Bild – Ton – Szene 8 von Frau Bielawski, Frau Schmidt und Frau Schattling präsentierte einen fantasievollen Trickfilm, der das kreative Schaffen und technische Können in dem Bereichen Kunst, Musik und Darstellendes Spiel eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Rhythmisch und klanglich vielseitig wurde es zum Abschluss des Bühnenprogramms mit den Auftritten der kleinen und der großen Band, die das Publikum begeisterten. Ein besonderes Highlight: Bei einem Stück übernahm Bosse aus der Klasse 7A sogar selbst das Dirigat – eine beeindruckende Leistung!

Parallel zur Veranstaltung wurde im Foyer eine vielfältige Kunstausstellung präsentiert. Darüber hinaus informierten verschiedene Stände über das Engagement innerhalb der Schulgemeinschaft: Die Bibliotheks-AG präsentierte die handsignierten Drucke unserer „Bibliothekswesen“ von Ingo Siegner, die AG Ecuador berichtete von ihrem Projekt und bot Handgefertigtes von unserer Partnerschule in Sarayacu an. Der kommende Abiturjahrgang sorgte mit Getränken und Snacks für das leibliche Wohl.

Die gelungene Veranstaltung zeigte einmal mehr, wie viel Kreativität, Engagement und Gemeinschaftsgeist in unserer Schule stecken. Ein herzlicher Dank gilt allen Mitwirkenden, beteiligten Lehrkräften und vor allem unserem engagierten Technik-Team– und natürlich dem Publikum, das mit Begeisterung dabei war.

SMI, 23.06.25

Der Ecuador Spendenlauf

23. Juni, 2025 | 8:25
Am Freitag, den 13.06., sind Schüler, der Klassen 5-10 um die Schule gelaufen. Der Grund war, dass sie Spenden für ihre Partnerschule in Ecuador gesammelt haben. Jeder Schüler bekam pro Runde ein Band. Am Ende wurden die Bänder gezählt und auf eine Spendenkarte eingetragen. Es war ein sehr großer Erfolg für alle Schüler, Lehrer und alle aus Ecuador, weil viele Spenden eingegangen sind.
Danke an die Organisatoren, an die Schulsanitäter AG, an die Schüler und Lehrer die geholfen haben und an alle Spender.
 
Marieke (6E)

Aktionen der AG Ecuador im Rahmen unserer Schulpartnerschaft mit Sarayaku im Juni 2025

1. Juni, 2025 | 17:50

Im Juni 2025 veranstaltet die AG Ecuador des Gymnasium Limmer gleich drei Veranstaltungen, bei denen die langjährige Schulpartnerschaft mit der indigenen Gemeinschaft Sarayaku im ecuadorianischen Amazonasgebiet im Mittelpunkt steht.

In enger Zusammenarbeit mit dem Südamerika-Zentrum Hannover e.V., das unsere Schulpartnerschaft unterstützt, planen wir mit sieben Schüler*innen und zwei Lehrkräfte im Oktober eine Begegnungsreise zur Partnerschule Unidad Educativa Sarayaku ins Amazonasgebiet, bevor eben diese im Frühjahr 2026 die Gäste aus Ecuador in Empfang nehmen dürfen. Gefördert wird das Projekt vom ENSA-Programm (Entwicklungspolitischer Schulaustausch der Bundesregierung Deutschland), die sich seit Jahren für globale Schulpartnerschaften und nachhaltige Bildungsprojekte einsetzen.

Die Landeshauptstadt Hannover unterstützt auch die Schulpartnerschaft im Rahmen ihrer Bildungsprogramme für nachhaltige Entwicklung.

Die Ecuador AG plant im Juni 2025 drei große Aktionen im Rahmen der Schulpartnerschaft mit der Unidad Educativa Sarayaku:

13.06.2025: Spendenlauf für unsere Partnerschule in Sarayaku, Ecuador

Schüler*innen des 5.-10. Jahrgangs werden am 13.06. an einem Spendenlauf teilnehmen, um unsere Partnerschule, die Unidad Educativa Sarayaku, die sich in einer Kichwa-Ortschaft im ecuadorianischen Regenwald befindet, zu unterstützen.
Sarayaku war im Jahr 2020 besonders stark von den durch den Klimawandel verursachten Überschwemmungen des Flusses Bobonaza betroffen. Viele Familien verloren ihre Häuser, Felder wurden zerstört, und die Schule wurde vollständig weggespült. Die Corona-Pandemie verschärfte die Situation zusätzlich, da kaum Hilfe möglich war. Mit etwas internationaler Unterstützung gelang es den Dorfbewohner*innen zwar, das Dorf und die Schule teilweise wieder aufzubauen. Dennoch fehlen immer noch wichtige Bildungsräume wie eine Bibliothek, Fachräume und ein Computerraum. Aus diesem Grund wollen wir unserer Partnerschule helfen. Mit dem Spendenlauf möchten wir einen Beitrag leisten und finanzielle Mittel sammeln, die direkt in die Projekte der Schule fließen. Diese schulgemeinschaftliche Aktion ist Teil unseres Engagements für globales Lernen und für den solidarischen Austausch mit der Gemeinde Sarayaku.

18.06.2025: Projekttag „Black water green gold“ für den Jhg. 9:
Am Mittwoch den 18.6. findet ein Projekttag für den 9. Jahrgang unserer Schule statt, welcher von der Ecuador AG und der Fachschaft Erdkunde und Spanisch geplant wurde. Das Thema ist der Dokumentarfilm „Black Water Green Gold“ des aus Hannover kommenden mexikanisch-deutschen Regisseurs Axel Sulzbacher.

Die Schüler*innen des 9. Jahrgangs bekommen nach der Sichtung des Filmes die Chance, ihre eigenen Fragen an den Regisseur zu stellen, um mehr über sein außergewöhnliches Projekt zu erfahren. Im Anschluss folgt eine Projektarbeit, in der die Schüler*innen sich individuell mit einem dem Avocado-Anbau vergleichbaren globalen Problem auseinandersetzen.

 

25.06.2025: Projekttag „gesunde, nachhaltige und autonome Ernährung“ für den Jhg. 8:

Am Dienstag, den 25.06., erwartet die Schüler*innen des 8. Jahrgangs ein spannender Projekttag rund um das Thema Ernährung – mit Blick auf zwei sehr unterschiedliche Regionen: den Amazonas und Niedersachsen.

In verschiedenen Workshops arbeiten die Schüler*innen an unterschiedlichen Aspekten rund um die Themen Ernährung, Nachhaltigkeit und globale Zusammenhänge.

Die Schüler*innen setzen sich somit zu globalen Implikationen ihres Handelns auseinander und reflektieren ihre eigene Verantwortung als junge Menschen im Globalen Norden. Workshops, Filmbeiträge und digitale Dialogformate mit Partner*innen aus Ecuador machen die Veranstaltungen zu einem lebendigen Lernort globaler Bildung.

Beide Projekttage werden im Bereich der Umweltbildung von der niedersächsischen Bingo- Umweltstiftung gefördert.

Die AG Ecuador, 01.06.25

Sommerliches Kultur:Forum

6. Juni, 2024 | 18:00

Das sommerliche Kultur:Forum zum Abschluss des Schuljahres begeisterte auch dieses Mal die Besuchenden. Unter der Moderation von Paula und Janne (Jg. 8) zeigten wieder viele Gruppen aus den unterschiedlichsten Bereichen ihr Können auf der Bühne. Mit dabei waren die Keyboardklassen der Jahrgänge fünf und sech, die Rap-AG, der Chor, die Limmer Band, Bild-Ton-Szene acht und zehn, sowie die Zirkus AG. Ergänzt wurde das bunte Programm durch Kunstausstellungen und einen Stand der Ecuador AG. Der Abiturjahrgang sorgte mit Getränken und Snacks für das leibliche Wohl.

Wir freuen uns schon auf das nächste Kultur:Forum im Dezember 2024.

Nele Schmidt, 6.6.24
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Musikalischer Austausch zwischen Sarayaku und Hannover

2. Mai, 2024 | 6:54
Im April gab es eine erneute musikalische Begegnung zwischen der Band-AG und Schüler*innen unserer Partnerschule Colegio Sarayaku in Ecuador.
Wir präsentierten auf großer Aula-Bühne Rock- und Pop-Klassiker aus der Musikgeschichte. Auf der anderen Seite durften wir rhythmischer Gitarrenklängen mit mehrstimmigen Gesängen lauschen. Die Schüler*innen sangen ein lokales Stück, das sich mit dem Leben am Fluss inmitten des Regenwalds beschäftigt.
In den kommenden Monaten werden wir gegenseitig Videoaufnahmen unserer Musik erstellen und zu einem inhaltlichen Austausch zusammenkommen.
 
Lukas Hagemann, 26.4.2024

OUTGOING REISE ECUADOR

27. November, 2023 | 18:59

Im September 2023 fand der zweite Teil der Anbahnungsreisen statt: die Outgoingreise. Sieben Vertreter*innen des Gymnasium Limmer reisten nach Ecuador und verbrachten eine Woche in Gastfamilien unserer Partnerschule Colegio Sarayaku im Regenwald. Neben dem Kennenlernen der Schule und den Klassen (8. bis 13. Jahrgang) sowie einer sehr netten Begrüßung mit lustigen Spielen, Essen, Getränken und pflanzlicher Medizin zum Kennenlernen, standen viele Unternehmungen auf dem Programm.
Die deutsche Gruppe besuchte beispielsweise eine naheliegende Grundschule, den Dorfplatz, das Medizinzentrum und die Wasserversorgungsanlage. Außerdem fuhren wir zu dem Gebiet im Regenwald, auf dem die Schüler*innen Forschungsarbeit betreiben und ein Labor gebaut wird. Bei der Sitzung der Dirigenten des Dorfes waren wir auch eingeladen und wurden offiziell empfangen und begrüßt. Zudem fand eine Wanderung zu einem Aussichtspunkt mit tollem Blick über den Regenwald statt und sogar ein Kanuausflug zum Baden in einem Fluss mit kristallklarem Wasser.
Im Anschluss nahm die deutsche Gruppe an einer Minga teil: Die Minga ist eine besondere Tradition, die Gemeinschaftsarbeit für die Gemeinde am Morgen und eine anschließende Feier mit Trommel und Tanz am Abend beinhaltet.
Hier ein paar Eindrücke der Reisegruppe zu der Zeit in Sarayaku:

„Es war für mich eine sehr besondere Reise. Schön war vor allem der Kontakt mit den Menschen vor Ort und die Unterbringung in Gastfamilien. Auf diese Weise haben wir einen intensiven Einblick in die Lebenswelt der Menschen in Sarayaku bekommen, die sich in vielen Punkten von der unseren unterscheidet.“

„Die Nächte waren herausfordernd…es war wahnsinnig laut! Ich habe vorher noch nie die ganze Nacht über so viele Tiere gehört.“

„Jeden Morgen haben wir darauf gewartet zu erzählen und zu hören, was man in der Nacht so erlebt hatte.“

„Ab und zu muss ich noch an den Sternenhimmel über Sarayaku denken, die Milchstraße sah wahnsinnig toll aus.“

„Das Essen war sehr lecker, gesund und unglaublich frisch (es gab keinen Kühlschrank!).“

„Die Reisen mit dem Kanu habe ich sehr genossen, ich befand mich dabei im Meditationsmodus.“

„Wenn ich eine Sache in Ecuador wirklich gelernt habe, ist es, dass ein bisschen Entspannung wahre Wunder wirkt. Die Menschen vor Ort waren ausgeglichen und immer lustig drauf. Das kann auch gut an der unglaublich beeindruckenden Natur ringsherum gelegen haben.“

„Mich hat sehr beeindruckt, wie die Menschen in Sarayaku Wert auf ein „Leben in Freiheit“ gelegt haben, im Einklang mit der Natur und fern von materiellen Bindungen. Genau das war für uns eine Herausforderung.“

„Wenn mich jemand nach meinem Aufenthalt in Sarayaku fragt, antworte ich jedes Mal damit, dass es unbeschreiblich war. Und das war es auch: noch nie in meinem Leben war ich so vielen unglaublich faszinierenden Eindrücken ausgesetzt und so vielen offenen Menschen begegnet. Es war nicht nur eine Reise zu unserer Partnerschule, sondern viel mehr eine Möglichkeit, mehr zu sehen, als die Augen eigentlich ermöglichen.“

„In Sarayacu habe ich meinen Horizont erweitern können, denn ich hatte die Möglichkeit, mit sehr vielen herzensoffenen Menschen ins Gespräch zu kommen. Ich habe gelernt, wie die Nutzung von Rohstoffen rücksichtsvoller geschehen kann. Und wie vielfältig Kultur doch sein kann. Außerdem die Natur in ihrem Ursprung erlebt sowie eine vielfältige Tierwelt gesehen, welche mich bis heute noch beeindruckt.“

„Die Reise zu unserer ecuadorianischen Partnerschule nach Sarayaku in Ecuador war eine schöne und einzigartige Erfahrung für mich, an die ich noch lange zurückdenken werde. Das friedvolle und ruhige Leben der indigenen Menschen kennenzulernen, die viel stärker im Einklang mit der Natur leben, als wir es tun, hat mich beeindruckt und auch sehr nachdenklich gestimmt. Auch wenn insbesondere die ersten Nächte durch die lauten Tiergeräusche und -besuche für mich herausfordernd waren und ich aufgrund meiner mangelnden Spanischkenntnisse nur mühsam mit den Menschen kommunizieren konnte, bin ich dankbar, dass ich diese Anbahnungsreise nach Ecuador begleiten konnte. Die beeindruckende Artenvielfalt des Regenwaldes, die Gastfreundschaft der Familien, der Fluss Bobonaza auf dem wir täglich mit den Wasserkanus gefahren wurden, das leckere und gesunde Essen, das mit so viel Liebe für uns zubereitet wurde, werden mir noch lange in Erinnerung bleiben.“

Wir bedanken uns bei unserer Partnerschule in Sarayaku für die herzliche Aufnahme und die großartige Zeit im Regenwald und freuen uns sehr auf die weitere Kooperation und auf zukünftige gemeinsame Projekte!

Gefördert und unterstützt werden die Schulpartnerschaft und die Anbahnungsreisen von: