Drei unvergessliche Wochen in Ecuador bei unserer Schulpartnerschaft in Sarayaku

15. Dezember, 2025 | 17:49

In diesem Herbst durfte eine Gruppe von Schüler*innen des Gymnasiums Limmer eine ganz besondere Reise erleben: Für knapp drei Wochen waren wir in Ecuador – einem Land, das mit seiner atemberaubenden Natur, seiner Vielfalt und seinen herzlichen Menschen unvergessliche Eindrücke hinterlassen hat. Der Anlass unserer Reise war der Austausch mit unserer Partnerschule in dem weltberühmten indigenen Dorf Sarayaku, in dem wir rund zehn Tage verbringen durften.

Sarayaku liegt mitten im ecuadorianischen Regenwald und ist für viele ein Symbol für den Schutz der Natur, die Bewahrung indigener Traditionen und den Widerstand gegen multinationale Ölkonzerne. Schon die Anreise per Jeep und Kanu war ein Abenteuer für sich und ließ uns erahnen, wie abgelegen und besonders dieser Ort ist. In Sarayaku wurden wir offen empfangen und in den Alltag der Gemeinschaft eingebunden. Wir lernten ihre Sprache, Bräuche und Lebensweise kennen und erfuhren, wie eng die Menschen dort mit der Natur verbunden sind.

Gemeinsam nahmen wir an traditionellen Bräuchen teil, wie der Minga, einer gemeinschaftlichen Arbeit, mit anschließenden Tänzen, vielen Trommeln und dem Trinken des traditionellen Getränks – der Chicha. Wir halfen bei alltäglichen Aufgaben und lernten den respektvollen Umgang mit dem Regenwald und die daraus erschaffenen Naturkunstwerke.

Ebenfalls war die Teilnahme an der Guayusa-Zeremonie (Trinken des traditionellen Tees – der Guayusa in den sehr frühen Morgenstunden), ein unbeschreiblicher Einblick in die Kultur der Menschen aus Sarayaku. Unsere Austauschpartner*innen zeigten uns, welche Möglichkeiten existieren, um Alltagsgegenstände aus reinen Naturmaterialien herzustellen. Die traditionelle Handarbeit macht es möglich, aus Pflanzenteilen wahre Kunstwerke zu erschaffen.  Besonders beeindruckend war, wie selbstverständlich Nachhaltigkeit und Gemeinschaft in Sarayaku gelebt werden. Diese besonderen gemeinschaftlichen Werte durften wir nicht nur beobachten, sondern selbst im Alltag und der Umgebung erleben. Natürlich blieb auch Zeit für gemeinsame Aktivitäten wie Wanderungen durch den Regenwald, sportliche Wettbewerbe wie Fußball und intensiven Kontakt mit unseren Austauschpartnern, bei denen schnell Freundschaften entstanden.
Nach unserem Austausch in Sarayaku hatten wir die Möglichkeit, auch andere Teile Ecuadors kennenzulernen – darunter Städte wie Quito, Puyo und Baños, die uns mit ihrer reichen Geschichte, lebendigen Kultur und atemberaubenden Natur begeisterten. In Quito ergab sich für uns die Möglichkeit, einen der aktivsten Vulkane der Welt bis zur Höhe der Schutzhütte auf nahezu fünftausend Metern zu besteigen. Zwischen kolonial geprägten Altstädten, Andenlandschaften und tropischem Regenwald wurde uns bewusst, wie vielfältig dieses Land ist. 

Der Austausch war für uns mehr als eine Reise: Er war ein interkultureller Dialog, ein Einblick in eine andere Lebenswelt und ein wertvolles Erlebnis, das uns persönlich sehr geprägt und unser Weltbild verändert hat. Wir kehren dankbar zurück – mit neuen Freundschaften, vielen neuen Perspektiven und dem Wunsch, das Gelernte in unseren Alltag mitzunehmen und an andere weiterzugeben.

Wir danken allen, die diese Reise möglich gemacht haben, insbesondere unseren Gastgeber*innen in Ecuador. 

Kawsak Sacha – lebender Wald bleibt für uns nicht nur ein Begriff, sondern ein Gefühl, das wir nie vergessen werden!

Die AG Ecuador

Ein paar weitere Eindrücke:

„Der Ecuador-Austausch war eine super Erfahrung, bei der ich sehr viel darüber gelernt habe, wie man auf der anderen Seite der Welt lebt. Mich hat besonders die Natur und das Zusammenleben mit der Natur fasziniert. Man ist dort so nah an der Natur, dass man richtig darin eintaucht. Der Nachthimmel zum Beispiel war stockdunkel und man konnte die Sterne sehen. Man hört und sieht die faszinierendsten Dinge. Ich konnte nicht genug davon kriegen.“

„Jeder Tag in Sarayaku brachte etwas Neues und Schönes, voller faszinierender Eindrücke  der ganze Aufenthalt war einfach unbeschreiblich toll🫂. Besonders beeindruckend fand ich die Minga am Wochenende, bei der das ganze Dorf zusammenarbeitete, sich gegenseitig half und gemeinsam die Wege und Plätze sauber hielt, dieses Engagement und Gemeinschaftsgefühl hat mich sehr bewegt.“

„In Sarayaku habe ich ein Gemeinschaftsgefühl erlebt, das stärker war als je zuvor, und ich wünschte mir, dass eine solche Verbundenheit überall auf der Welt zu spüren wäre. Die Natur in Ecuador war unglaublich schön und erstaunlich. Ich vermisse es, so einen schönen Anblick für 11 Tage gehabt zu haben.🌿“

„In Sarayaku konnte ich in eine andere Lebensrealität eintauchen, von der man sonst nur sehr wenig hört. Vor allem die Natur sowie die Naturverbundenheit der Leute und die vielfältigen Traditionen und Feste vor Ort haben haben mir sehr gefallen und werden mir lange im Gedächtnis bleiben.“

„Die Reise nach Sarayaku hat mir gezeigt, wie das Leben im Einklang der Natur möglich ist. Am meisten hat mir die Pflanzen und die Tierwelt im Regenwald gefallen, die sich von der im Deutschland stark unterscheidet, genauso wie die Kultur und der Tagesrhythmus der Menschen vor Ort.“

„Es war eine Reise, die mein Denken verändert hat. Die Abende mit meiner Familie waren für mich das tollste Erlebnis, weil sie einiges über ihren Alltag erzählt haben.“

„Ich fand die Eindrücke in Sarayaku sehr spannend und einprägsam. Vor allem die Gemeinschaft und Verbundenheit mit der Natur hat mir sehr gefallen, auch die Gastfreundschaft der Einheimischen war beeindruckend.“

„Mein Highlight in Sarayaku war unsere Teilnahme an der Guayusa Upina im Rahmen des Schulfestes. In dieser besonderen Tee-Zeremonie vor Sonnenaufgang werden die Träume erzählt und interpretiert. Es war beindruckend zu erleben, wie die „Alten“ den „Jungen“ das uralte Wissen der Vorfahren vermitteln.“

„Mich fasziniert, welches Selbstverständnis in Sarayaku gelebt wird. In Einklang mit der Natur leben bedeutet, nur zu nehmen, was man braucht, Flora und Fauna zu kennen für Nahrung, Medizin oder zur Konstruktion und sich im Alltäglichen an der Natur, von der man den ganzen Tag umgeben ist, zu orientieren beginnend beim Aufstehen. Eine wertvolle Erfahrung im Bezug darauf war es auch, sich und seine Bedürfnisse auf das Wesentliche zu reduzieren. Gerade dies tat mir sehr gut verglichen mit unserem Leben, in dem uns so oft dargestellt wird, was wir alles brauchen, kaufen und leisten sollen.“

Projekttag Vielfalt öffnet Welten

12. Oktober, 2025 | 19:19

Am Donnerstag, dem 2. Oktober 2025, stand für die Schüler*innen der Jahrgänge 5 und 6 ein ganz besonderer Tag auf dem Stundenplan: der Projekttag Vielfalt. Der Projekttag wurde bereits zum dritten Mal von der Kulturgruppe organisiert, widmete sich der Vorbeugung und Thematisierung von unterschiedlichen Diskriminierungsformen (Anti-Ableismus, Anti-Lookismus, Anti-Klassismus, Anti-Rassismus und Anti-Sexismus.) So hatten alle Beteiligten an diesem Tag die Möglichkeit, verschiedene Aspekte der Diversität zu erleben. Ziel war es, gemeinsam zu entdecken und zu feiern, wie Vielfalt im Alltag, an unserer Schule und gesamtgesellschaftlich gelebt werden kann – respektvoll, offen und als Bereicherung.

Der Projekttag wurde im Rahmen des Schulentwicklungsprogramms SCHULE:KULTUR! organisiert und von der Kultur:Gruppe gestaltet. Diese Gruppe, besteht aus Schüler*innen, Lehrkräften, Eltern sowie dem Freizeitheim Linden als Kulturpartner*in.
Nach über einem halben Jahr Vorbereitungszeit war es am 2. Oktober endlich soweit und der Tag begann für die 5. und 6. Klassen mit einem gemeinsamen Frühstück im Klassenverband, bei dem die Schüler*innen nicht nur kulinarisch, sondern auch gedanklich einen Blick über den eigenen Tellerrand wagten. Anschließend starteten die Workshops, die das Herzstück des Projekttages bildeten. 20 verschiedene Angebote standen zur Auswahl: von kreativen Projekten, wie z.B. Comics, Graffiti und Theater, über sportliche Herausforderungen, z.B. wie Rollstuhlbasketball, Capoeira, WinTsung und Tanz, bis hin zu digitalen, kulturellen und sozialen Themen, wie z.B. Kochen, Vielfalt der Männlichkeiten, Selbstbewusstsein, Talkshow on air.

Externe Kulturpartner*innen, welche die Workshops leiteten, trugen wesentlich zum Erfolg des Tages bei, indem sie ihre Expertise und Perspektiven einbrachten. Aber auch Menschen aus der Schulgemeinschaft beteiligten sich an der Gestaltung des Programmes, wie z.B. Oberstufenschüler*innen die selbst einen Workshop konzipierten und durchführten.

Ein besonderes Highlight war die gestalterische Erweiterung des Vielfalt-Mosaiks im Foyer durch die neuen Jahrgänge. Das große Fensterbild, welches alle Besucher*innen beim Ankommen begrüßt, mach sichtbar macht, wie jede Klasse und jede*r Einzelne zum großen Ganzen beiträgt.

Das Projekt wurde gefördert von der Klosterkammer Hannover; dem Niedersächsischen Kultusministerium, dem Ministerium für Wissenschaft und Kultur, der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung in Niedersachsen, der Bundesakademie für Kulturelle Bildung und dem Niedersächsischem Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung im Programm SCHULE:KULTUR! Außerdem fand eine Unterstützung über die LiveApps – dem JugendKulturAbo in der Kulturellen Kinder- und Jugendbildung der Stadtteilkultur Hannover statt. Als Kulturpartnerin der Schule war das Freizeitheim Linden der Stadtteilkultur Hannover der Landeshauptstadt Hannover wie in den vergangenen Jahren wichtiger Teil des Projektes.

Insgesamt entstand ein Tag voller Begegnungen, neuer Perspektiven und gemeinsamer Erfahrungen – getragen von der aktiven Beteiligung vieler Mitglieder der Schulgemeinschaft, der Kulturpartnerin und externer Kulturschaffender. Der Projekttag Vielfalt hat einmal mehr gezeigt: Vielfalt ist eine Stärke – und sie macht unser Schulleben reicher, bunter und spannender.
Besonders zu betonen ist, dass der Projekttag zum dritten Mal stattfinden konnte und inzwischen ein wichtiger Teil der Schulentwicklung des Gymnasiums Limmer ist. Er leistet einen Beitrag zur Stärkung einer weltoffenen, demokratischen Gesellschaft. In einer Zeit, in der die Werte der Demokratie herausgefordert werden, setzt die Schule mit diesem Projekt ein klares Zeichen für Toleranz, Respekt und die Akzeptanz von Vielfalt.

Nele Schmidt, 10.10.2025

Selbstversuch Demokratie

12. Oktober, 2025 | 19:09

Am Dienstag, dem 07.10.25, nahm die Klasse 7E im Rahmen ihrer Projektwoche unter dem Motto „Prävention“ an dem Workshop „Selbstversuch Demokratie“ von Florian Frenzel teil.

Zu Beginn haben wir einen Stuhlkampf in Kleingruppen gegeneinander geführt. Dabei hatten wir verschiedene Aufgaben zu erfüllen und durften dabei aber nicht sprechen. Das war gar nicht so einfach und am Ende hatten alle Gruppen ihre Aufgabe fast gleich gut erfüllt. Mit Kommunikation wäre das aber viel leichter und schneller gegangen.

Danach haben wir uns überlegt, was wir gerne für ein Thema unterrichtet bekommen würden, wenn wir für einen Schultag den Unterrichtsinhalt bestimmen dürften. Da hatten wir viele Idee und konnte sie am Ende in vier Gruppen bündeln: Handwerk/ Kochen/ Ernährung, Natur, Politik/ Steuern/ Sprachen/ Lerntechniken, Sport/ Glück. In selbstgewählten Kleingruppen bereiteten wir dann Kurzvorträge vor, in denen wir unterstützt durch Plakate die restliche Klasse davon überzeugen wollten, dass unser Thema das Wichtigste sei.

Innerhalb von 30 Minuten stellten wir quasi ein Wahlplakat, eine Rede und Wahlziele auf, um sie dann in einer „Bundestagssitzung“ vorzustellen. Der „Bundestagspräsident“ Florian Frenzel erklärte uns, dass bei einer Rede im Bundestag von den Zuschauern der Wunsch nach Zwischenfragen per Handzeichen gezeigt werden darf und die Sprechenden diese Zwischenfrage explizit erlauben müssen. Erst dann darf die zuschauende Person aufstehen und ihre Frage äußern. Bis zum Ende der Antwort wird dann aus Respekt vor der antwortenden Person stehen geblieben. Und so ergab sich eine intensive Auseinandersetzung, bei der am Ende die kleinste „Partei Natur“ die meisten neuen Unterstützenden gewinnen konnte.

Gemeinsam haben wir an diesem Tag spielerisch verstanden, warum wir manchmal von der Politik den Eindruck haben, dass sie nur reden und nichts machen, denn ohne Reden geht gar nichts und mit Reden verfliegt die Zeit wie im Flug.

Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Florian Frenzel für den interaktiven und spannenden Tag.

Sarah Rossmann, 10.10.25

Holocaust-Zeitzeugin Ruth Gröne am Gymnasium Limmer – ein bewegender Besuch

1. Juli, 2025 | 15:11

Am 23. Juni 2025 durften wir am Gymnasium Limmer eine ganz besondere Begegnung erleben: Ruth Gröne, Überlebende des Holocaust und die letzte aktive Zeitzeugin in der Region Hannover, besuchte unseren 10. Jahrgang.

Dass Ruth Gröne überhaupt noch einmal in eine Schule kam, ist alles andere als selbstverständlich – denn eigentlich hatte sie sich aus der aktiven Bildungsarbeit zurückgezogen. Umso mehr hat es uns bewegt, dass sie für uns eine Ausnahme machte. Der Auslöser war ein Kunstprojekt unseres 13. Jahrgangs im vergangenen Jahr: Unter dem Titel „Visuelle Leerstellen“ hatten sich unsere Schüler*innen eindrucksvoll mit der Biographie Ruth Grönes beschäftigt und diese zum Ausgangspunkt eigener künstlerischer Umsetzungen gemacht. Dieses Projekt und die daraus entstandenen Bilder hatten Ruth Gröne so sehr berührt, dass sie uns etwas zurückgeben wollte – und sich entschloss, noch einmal persönlich mit jungen Menschen ins Gespräch zu kommen.

Der Besuch war kein klassischer Vortrag. Stattdessen entwickelte sich ein intensiver Austausch zwischen Ruth Gröne und unseren Schüler*innen. Von Anfang an war es ihr wichtig, Raum für Fragen, Gedanken und Gespräche zu geben – und so wurde der Vormittag zu einer tief bewegenden Auseinandersetzung mit ihrer Lebensgeschichte und der Bedeutung von Erinnerung heute.

Wir sind dankbar für diese Begegnung, die uns allen gezeigt hat, wie wichtig der direkte Dialog mit Zeitzeug*innen ist – und gerade weil diese Stimmen immer seltener werden – wie kostbar.

Vielen Dank an Shaun Hermel und die Gedenkstätte Ahlem für die Organisation dieses so intensiven Lernanlasses! Und vor allem: Vielen Dank, liebe Ruth Gröne, dass Sie sich – noch einmal – Ihren Erinnerungen gestellt haben. Ihr Besuch wird uns noch lange begleiten.

Max Lichte

Siehe auch den Instagram-Post der Gedenkstätte Ahlem

 

Der Ecuador Spendenlauf

23. Juni, 2025 | 8:25
Am Freitag, den 13.06., sind Schüler, der Klassen 5-10 um die Schule gelaufen. Der Grund war, dass sie Spenden für ihre Partnerschule in Ecuador gesammelt haben. Jeder Schüler bekam pro Runde ein Band. Am Ende wurden die Bänder gezählt und auf eine Spendenkarte eingetragen. Es war ein sehr großer Erfolg für alle Schüler, Lehrer und alle aus Ecuador, weil viele Spenden eingegangen sind.
Danke an die Organisatoren, an die Schulsanitäter AG, an die Schüler und Lehrer die geholfen haben und an alle Spender.
 
Marieke (6E)

„Toilette für Alle“ in neuem Glanz

13. Juni, 2025 | 13:07

Die neu umgestaltete „Toilette für Alle“ wurde am Mittwochmittag, 11.06.25 von Frau Hedderich und den Beteiligten eröffnet. Die bunte Gestaltung ist das Ergebnis eines Seminarfachprojektes in der 13. Klasse, bei der die Schüler*innen AG-Stunden, die zu ihrem Seminarfachsthema passen, für die unteren Jahrgänge gestalteten. In diesem Fall haben fünf Schüler*innen des Seminarfachs „Gender, Sex und Stereotype“ zusammen mit den 5., 6. und 7.-Klässler*innen ein eigenes Design für die schuleigene All-Gender-Toilette entworfen, welches dann auch umgesetzt wurde.

Eine buntere Toilette für Alle sorgt nicht nur für ein schöneres Schulgebäude, sondern erhöht auch die Sichtbarkeit von queeren* Menschen im Schulalltag. Dies sorgt besonders in Zeiten, in denen die Rechte von queeren* Menschen weltweit immer weiter eingeschränkt werden, für mehr Akzeptanz und Unterstützung. Die Umgestaltung wäre ohne die Unterstützung von Nina Reinecke sowie den großzügigen Beiträgen des Fördervereins nicht möglich gewesen.

Rocko, Anton, Marieke, Thai Son und Tino am 12.06.25

Aktionen der AG Ecuador im Rahmen unserer Schulpartnerschaft mit Sarayaku im Juni 2025

1. Juni, 2025 | 17:50

Im Juni 2025 veranstaltet die AG Ecuador des Gymnasium Limmer gleich drei Veranstaltungen, bei denen die langjährige Schulpartnerschaft mit der indigenen Gemeinschaft Sarayaku im ecuadorianischen Amazonasgebiet im Mittelpunkt steht.

In enger Zusammenarbeit mit dem Südamerika-Zentrum Hannover e.V., das unsere Schulpartnerschaft unterstützt, planen wir mit sieben Schüler*innen und zwei Lehrkräfte im Oktober eine Begegnungsreise zur Partnerschule Unidad Educativa Sarayaku ins Amazonasgebiet, bevor eben diese im Frühjahr 2026 die Gäste aus Ecuador in Empfang nehmen dürfen. Gefördert wird das Projekt vom ENSA-Programm (Entwicklungspolitischer Schulaustausch der Bundesregierung Deutschland), die sich seit Jahren für globale Schulpartnerschaften und nachhaltige Bildungsprojekte einsetzen.

Die Landeshauptstadt Hannover unterstützt auch die Schulpartnerschaft im Rahmen ihrer Bildungsprogramme für nachhaltige Entwicklung.

Die Ecuador AG plant im Juni 2025 drei große Aktionen im Rahmen der Schulpartnerschaft mit der Unidad Educativa Sarayaku:

13.06.2025: Spendenlauf für unsere Partnerschule in Sarayaku, Ecuador

Schüler*innen des 5.-10. Jahrgangs werden am 13.06. an einem Spendenlauf teilnehmen, um unsere Partnerschule, die Unidad Educativa Sarayaku, die sich in einer Kichwa-Ortschaft im ecuadorianischen Regenwald befindet, zu unterstützen.
Sarayaku war im Jahr 2020 besonders stark von den durch den Klimawandel verursachten Überschwemmungen des Flusses Bobonaza betroffen. Viele Familien verloren ihre Häuser, Felder wurden zerstört, und die Schule wurde vollständig weggespült. Die Corona-Pandemie verschärfte die Situation zusätzlich, da kaum Hilfe möglich war. Mit etwas internationaler Unterstützung gelang es den Dorfbewohner*innen zwar, das Dorf und die Schule teilweise wieder aufzubauen. Dennoch fehlen immer noch wichtige Bildungsräume wie eine Bibliothek, Fachräume und ein Computerraum. Aus diesem Grund wollen wir unserer Partnerschule helfen. Mit dem Spendenlauf möchten wir einen Beitrag leisten und finanzielle Mittel sammeln, die direkt in die Projekte der Schule fließen. Diese schulgemeinschaftliche Aktion ist Teil unseres Engagements für globales Lernen und für den solidarischen Austausch mit der Gemeinde Sarayaku.

18.06.2025: Projekttag „Black water green gold“ für den Jhg. 9:
Am Mittwoch den 18.6. findet ein Projekttag für den 9. Jahrgang unserer Schule statt, welcher von der Ecuador AG und der Fachschaft Erdkunde und Spanisch geplant wurde. Das Thema ist der Dokumentarfilm „Black Water Green Gold“ des aus Hannover kommenden mexikanisch-deutschen Regisseurs Axel Sulzbacher.

Die Schüler*innen des 9. Jahrgangs bekommen nach der Sichtung des Filmes die Chance, ihre eigenen Fragen an den Regisseur zu stellen, um mehr über sein außergewöhnliches Projekt zu erfahren. Im Anschluss folgt eine Projektarbeit, in der die Schüler*innen sich individuell mit einem dem Avocado-Anbau vergleichbaren globalen Problem auseinandersetzen.

 

25.06.2025: Projekttag „gesunde, nachhaltige und autonome Ernährung“ für den Jhg. 8:

Am Dienstag, den 25.06., erwartet die Schüler*innen des 8. Jahrgangs ein spannender Projekttag rund um das Thema Ernährung – mit Blick auf zwei sehr unterschiedliche Regionen: den Amazonas und Niedersachsen.

In verschiedenen Workshops arbeiten die Schüler*innen an unterschiedlichen Aspekten rund um die Themen Ernährung, Nachhaltigkeit und globale Zusammenhänge.

Die Schüler*innen setzen sich somit zu globalen Implikationen ihres Handelns auseinander und reflektieren ihre eigene Verantwortung als junge Menschen im Globalen Norden. Workshops, Filmbeiträge und digitale Dialogformate mit Partner*innen aus Ecuador machen die Veranstaltungen zu einem lebendigen Lernort globaler Bildung.

Beide Projekttage werden im Bereich der Umweltbildung von der niedersächsischen Bingo- Umweltstiftung gefördert.

Die AG Ecuador, 01.06.25

Frankreichaustausch nach Lessay (Normandie) / Paris 2025

14. Mai, 2025 | 11:05

Am Dienstag, den 22.4., trafen wir uns um 5 Uhr vor dem Gymnasium, um unsere Reise nach Lessay anzutreten. Nach einer langen, anstrengenden Fahrt sind wir im ländlichen Lessay in der Normandie an der Küste des Atlantiks/Ärmelkanals angekommen.
Bereits am Abend bemerkten wir kulturelle Unterschiede. Eine Familie hielt zum Beispiel zwei Hunde, zwei Katzen, zwei Bartagamen, einen Hamster, drei Tauben, einige Hühner und Grillen als Futter.
Auch das Frühstück unterschied sich von unserem, es gab zum Beispiel sehr viel Weißbrot, Croissants und Pain au chocolat, aber keine Teller. Da die Schüler* innen länger als wir Schule haben, verschoben sich die Essenszeiten weiter nach hinten und wir aßen später als gewohnt.
Abgesehen von den Größen der Schulen unterschied sich auch das Schulsystem.
Es gibt zum Beispiel nur Fachräume und die Schultage sind länger (8:30-17:30 Uhr
Mi.:8:30-12:30). Des Weiteren versammeln sich alle Schüler*innen nach der Pause auf dem Schulhof und gehen gemeinsam mit den Lehrkräften in den Raum. Es gab ein paar Herausforderungen kultureller Art, bei denen uns Frau Sommerfeld liebevoll unterstützt hat.
Wir besuchten nicht nur den Unterricht, sondern machten auch Ausflüge in der Region, wie zum prachtvollen, aber leicht überfüllten Mont Saint Michel.
Außerdem besuchten wir viele mit dem Zweiten Weltkrieg verknüpfte Orte wie Omaha Beach und einen amerikanischen Soldatenfriedhof.
Nach einer erlebnisreichen Woche in den Gastfamilien traten wir unsere Reise nach Paris an.

Am Montagmorgen haben wir uns von Lessay auf den Weg nach Paris gemacht. Nach einer viereinhalb stündigen Fahrt sind wir endlich in Paris angekommen.
Nachdem wir eingecheckt haben, haben wir uns auf den Weg zur Notre Dame gemacht. Da Paris sehr weitläufig ist, sind wir mit der Metro (U-Bahn) gefahren.
Das Besondere an der Pariser Metro ist, das viele Wagen autonom, also ohne Fahrer fahren.
Das Highlight des Tages war der Eiffelturm bei Nacht, dort haben sich einige Schülern*innen mit den Straßenverkäufern angefreundet.
Der nächste Tag begann mit einer Besichtigung des Tour de Montparnasse (210 Meter hoch, 56 Etagen). Von der Dachterrasse aus konnte man einen guten Blick über die Dächer von Paris werfen.
Anschließend haben wir bei strahlendem Sonnenschein eine Bootsfahrt mit einer bateau mouche über die Seine an den Sehenswürdigkeiten vorbei gemacht.
Am Nachmittag flanierten wir alleine in Kleingruppen durch Paris am Centre Pompidou. Außerdem ergatterten wir eine französische Fahne für Herrn Gerrlich, unseren Reiseführer.
Abends herrschte im Hostel eine sehr ausgelassene Stimmung, da Paris Saint Germain im Champions League Halbfinale gegen Arsenal gewann. Die Fans feierten bis Mitternacht mit Pyrotechnik vor dem Ho(s)tel.
Am Mittwoch fuhren wir glücklich, jedoch etwas wehmütig, mit Macarons im Gepäck in Richtung Gymnasium Limmer.

C’était nickel chrome!

Merci à Karlotta und Erik (9c), Olivia (8b)

 

Was bedeutet „der Bürgermeister“ auf Spanisch?

7. Mai, 2025 | 12:08

In jeder Stadt gibt es Bürgermeister*innen, das gilt für unsere spanische Austauschstadt Burgos genauso wie für Hannover. Meistens kennt man sie jedoch nur aus der Zeitung.

Unsere spanischen Austauschschüler*innen hatten am Freitag, den 25.4., das Glück, unseren Oberbürgermeister Belit Onay persönlich kennenzulernen. Feierlich gekleidet mit der goldenen Amtskette kam er für Fotoaufnahmen die große Treppe herunter in die Halle, in der sich die Gruppe gerade die Modelle der Stadt Hannover anschaute. Er zeigte sich interessiert an unserem Austausch und nahm sich die Zeit für ein gemeinsames Foto. ¡Muchísimas gracias, señor Onay!

Was ist sonst noch während des Aufenthalts unserer Spanier*innen passiert?

In Kürze dürft ihr euch auf weitere Fotos und Geschichten zum Austausch freuen.

P.S. Hier die Antwort auf die Frage in der Überschrift: el alcalde.

BNE, 7.5.2025

Deutscher Evangelischer Kirchentag in Hannover vom 30.04. – 04.05.2025

24. April, 2025 | 9:01

Im Religionsunterricht haben wir uns mit der Frage beschäftigt, was der Kirchentag eigentlich ist und spannende Programmpunkte für euch rausgesucht, was wir euch im Folgenden vorstellen.

Der Kirchentag ist eine Veranstaltung, wo sich viele verschiedene Menschen, die sich gesellschaftlich engagieren wollen, treffen können, um sich auszutauschen und zu diskutieren. Ziel ist es neue Wege und Lösungen zu finden, die von den Menschen gestaltet werden. Der Kirchentag wird nicht von der verfassten Kirche, sondern von Laien organisiert, es gibt viele kulturelle und gesellschaftliche Aktionen und Angebote. Die Stimmung ist friedlich, bunt und fröhlich.

Jasper Mörschbach und Kai Scheurer

Programmpunkte

Vor allem im „Zentrum Junge Menschen“ sowie im „Zentrum Kinder und Familien“ gibt es vielfältige Angebote zum Mitmachen und Diskutieren. Hier einige Beispiele:

Donnerstag

Freitag

11:00 – 13:00

Eine Dragqueen erzählt aus ihrem Leben

Pavillon 34

 

15:00 – 16:30

Minecraft Gottesdienst

Pavillon 35

 

16:00 – 17:30

Floorball

Sportfläche, Messegelände

14:00 – 15:30

Deutsche Waffen für die Welt?

Workshopzelt 1

 

11:00 – 12:30

Cocktails selber mixen

Freigelände, Messegelände

 

16:30 – 18:00

rechtsextreme Codes

Workshopzelt 1

 

Wer sein Wissen vertiefen möchte, findet hier weitere Informationen über die Geschichte des Kirchentages:

Gründung nach dem Zweiten Weltkrieg

  • Der Kirchentag wurde nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet, um den Protestantismus zu stärken und um eine Plattform für den Dialog zu schaffen. Der erste Präsident war Reinold von Thadden-Trieglaff. Der evangelische Kirchentag sollte dazu dienen, Laien mehr Stimmen zu geben und einen Begegnungsraum für politische Themen, Demokratiebildung und ähnliches zu schaffen.

 

  • Seit 1957 findet der Kirchentag alle zwei Jahre statt, abwechselnd zum Katholikentag. Nach dem Mauerbau fand er in der DDR und der BRD unterschiedlich statt. Der Kirchentag trug auch zur friedlichen Revolution von 1989 bei.

Der Kirchentag als Event

  • Seit 1989 hat sich der Kirchentag zu einem Event entwickelt, das die gegenwärtige Kirche repräsentiert. Er ist eine erfahrungsbezogene Form von „Kirche auf Zeit“.

Ökumenische Ausrichtung

  • Der Kirchentag ist wurde mittlerweile drei Mal ökumenisch gefeiert, das heißt, er vereint und verbindet evangelische und katholische Christ*innen.

 Interreligiöser Dialog

  • Seit 1961 gibt es auf Kirchentagen einen institutionalisierten Dialog zwischen Juden und Christen. In den letzten Jahren kamen auch Vertretende anderer Religionen, wie dem Islam, hinzu.

Matilda Wichern, Julie Eilers, Andelija Stosic