Am 28.05.2026 hatte die Klasse 6E einen Workshop zum Thema Zusammenleben in Deutschland und in einer vielfältigen Gesellschaft. Von der ersten bis zur sechsten Stunde war Jasmin vom Verein „Schwarze Schafe e.V.“ bei uns.
Am 28.05.2026 hatte die Klasse 6E einen Workshop zum Thema Zusammenleben in Deutschland und in einer vielfältigen Gesellschaft. Von der ersten bis zur sechsten Stunde war Jasmin vom Verein „Schwarze Schafe e.V.“ bei uns.Mehr als 220 Millionen Sprecher weltweit, eine der führenden Verkehrssprachen in internationalen Institutionen und Ländern: Die französische Sprache ist und bleibt ein wichtiger Teil der europäischen Sprachfamilie und spielt einen wichtigen Part auch bei uns am Gymnasium Limmer.
In diesem Halbjahr fanden erstmalig DELF Prüfungen bei uns am Gymnasium Limmer statt.
Das bekannte französisch, international anerkannte Sprachzertifikat blickt auf eine mittlerweile über 50-jährige Geschichte zurück.
Die DELF Prüfung ersetze eine Klassenarbeit. Alle Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen mussten zunächst eine schriftliche Prüfung ablegen, in der drei Teilkompetenzen (Hörverstehen, Leseverstehen und schriftlicher Ausdruck) getestet wurden.
Einige SuS der Klassen 9a,b,c und f haben sich entschlossen zusätzlich noch die offizielle mündliche Prüfung abzulegen, um das Diplom zu bekommen.
Insgesamt haben 16 Schülerinnen und Schüler so erfolgreich das DELF Zertifikat A2 erhalten.
Nos félicitations!
Sven Gerrlich und Sarah Pospiech für die Fachschaft Französisch, 11.06.26
Unsere Schule freut sich auf einen ganz besonderen internationalen Besuch: Am 14. Juni 2026 in der ersten Pause begrüßen wir die Gäste aus unserer Partnerschule Unidad Educativa Sarayaku (Ecuador), die bis zum 24.06. unsere Gäste sein werden.
Sarayaku ist eine indigene Gemeinschaft im Amazonasgebiet des ecuadorianischen Regenwaldes. Die Begegnung bietet unseren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, Einblicke in das Leben der Dorfgemeinschaft, den Schutz des Regenwaldes sowie das Leben im Einklang mit der Natur zu erfahren.
Das Motto dieser besonderen Begegnung ist: Lebensraum Wasser im Amazonasgebiet und in Niedersachsen.
Highlights des Besuchs sind folgende Veranstaltungen:
Projekttag des 8. Jahrgangs am 17. Juni: “Lebensraum Wasser im Amazonasgebiet und in Niedersachsen“
Die Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs beschäftigen sich im Rahmen eines Projekttages intensiv mit den Themen:
Ausgehend vom Film „Kanu des Lebens“ setzen sich die Jugendlichen in von Umweltpädagog*innen und Lehrkräften geleiteten Workshops mit ökologischen, kulturellen und gesellschaftlichen Fragestellungen auseinander und entwickeln Perspektiven für nachhaltiges Handeln.
Filmfestival: „Kanu des Lebens“ am 18. Juni in der Aula (Filme von Eriberto Gualinga)
wir laden Sie herzlich zu unserem Filmfestival ein:
Der Eintritt erfolgt auf Spendenbasis. Außerdem können verschiedene Snack-Pakete erworben werden, um den Filmabend noch mehr zu versüßen. Darüber hinaus wird es die Möglichkeit geben, Handwerkskunst aus Sarayaku zu erwerben.
Gezeigt wird der eindrucksvolle Film „Helena de Sarayaku“.
„Helena de Sarayaku“ ist ein Dokumentarfilm über die junge indigene Aktivistin Helena Gualinga aus der Gemeinschaft Sarayaku im Amazonasgebiet von Ecuador. Der Film zeigt, wie sie zwischen ihrer Heimat und dem Leben im Ausland steht und sich international für den Schutz des Regenwaldes und die Rechte indigener Völker engagiert. Dabei macht sie auf die Gefahren durch Ölkonzerne, Umweltzerstörung und den Klimawandel aufmerksam und setzt sich dafür ein, die Kultur und Natur ihrer Gemeinschaft zu bewahren.
Forum zur Zukunft der Demokratie (in Kooperation mit Proterra)
SARAYAKU: LEBEN UND WIDERSTAND IM REGENWALD – demokratische Lebensformen des Buen Vivir und ihre politische Bedeutung für Europa
Den Abschluss bildet das Forum Demokratie am
18:00 bis ca. 20:00 Uhr
In der Aula unserer Schule
Vortrag von Prof. Dr. Philipp Altmann
Gemeinsam mit unseren Gästen aus Sarayaku möchten wir über zentrale Fragen unserer Zeit diskutieren:
Alle Interessierten aus Schule, Elternschaft und Öffentlichkeit sind herzlich eingeladen.
Um eine Idee der Teilnehmendenzahl zu haben, wird um eine Anmeldung gebeten unter KlausWindolph[at]t-online.de oder info[at]proterra-hannover.de oder olga.diezhervias2[at]schulen-hannover.de
Wir freuen uns auf inspirierende Begegnungen, spannende Gespräche und einen lebendigen Austausch.
Diese besondere Begegnung wird gefördert durch ENSA (Engagement Global) und der BINGO Umweltstiftung.
Frederik Sander (11. Jahrgang), 1.6.2026




In diesem Herbst durfte eine Gruppe von Schüler*innen des Gymnasiums Limmer eine ganz besondere Reise erleben: Für knapp drei Wochen waren wir in Ecuador – einem Land, das mit seiner atemberaubenden Natur, seiner Vielfalt und seinen herzlichen Menschen unvergessliche Eindrücke hinterlassen hat. Der Anlass unserer Reise war der Austausch mit unserer Partnerschule in dem weltberühmten indigenen Dorf Sarayaku, in dem wir rund zehn Tage verbringen durften.
Sarayaku liegt mitten im ecuadorianischen Regenwald und ist für viele ein Symbol für den Schutz der Natur, die Bewahrung indigener Traditionen und den Widerstand gegen multinationale Ölkonzerne. Schon die Anreise per Jeep und Kanu war ein Abenteuer für sich und ließ uns erahnen, wie abgelegen und besonders dieser Ort ist. In Sarayaku wurden wir offen empfangen und in den Alltag der Gemeinschaft eingebunden. Wir lernten ihre Sprache, Bräuche und Lebensweise kennen und erfuhren, wie eng die Menschen dort mit der Natur verbunden sind.
Gemeinsam nahmen wir an traditionellen Bräuchen teil, wie der Minga, einer gemeinschaftlichen Arbeit, mit anschließenden Tänzen, vielen Trommeln und dem Trinken des traditionellen Getränks – der Chicha. Wir halfen bei alltäglichen Aufgaben und lernten den respektvollen Umgang mit dem Regenwald und die daraus erschaffenen Naturkunstwerke.
Ebenfalls war die Teilnahme an der Guayusa-Zeremonie (Trinken des traditionellen Tees – der Guayusa in den sehr frühen Morgenstunden), ein unbeschreiblicher Einblick in die Kultur der Menschen aus Sarayaku. Unsere Austauschpartner*innen zeigten uns, welche Möglichkeiten existieren, um Alltagsgegenstände aus reinen Naturmaterialien herzustellen. Die traditionelle Handarbeit macht es möglich, aus Pflanzenteilen wahre Kunstwerke zu erschaffen. Besonders beeindruckend war, wie selbstverständlich Nachhaltigkeit und Gemeinschaft in Sarayaku gelebt werden. Diese besonderen gemeinschaftlichen Werte durften wir nicht nur beobachten, sondern selbst im Alltag und der Umgebung erleben. Natürlich blieb auch Zeit für gemeinsame Aktivitäten wie Wanderungen durch den Regenwald, sportliche Wettbewerbe wie Fußball und intensiven Kontakt mit unseren Austauschpartnern, bei denen schnell Freundschaften entstanden.
Nach unserem Austausch in Sarayaku hatten wir die Möglichkeit, auch andere Teile Ecuadors kennenzulernen – darunter Städte wie Quito, Puyo und Baños, die uns mit ihrer reichen Geschichte, lebendigen Kultur und atemberaubenden Natur begeisterten. In Quito ergab sich für uns die Möglichkeit, einen der aktivsten Vulkane der Welt bis zur Höhe der Schutzhütte auf nahezu fünftausend Metern zu besteigen. Zwischen kolonial geprägten Altstädten, Andenlandschaften und tropischem Regenwald wurde uns bewusst, wie vielfältig dieses Land ist.
Der Austausch war für uns mehr als eine Reise: Er war ein interkultureller Dialog, ein Einblick in eine andere Lebenswelt und ein wertvolles Erlebnis, das uns persönlich sehr geprägt und unser Weltbild verändert hat. Wir kehren dankbar zurück – mit neuen Freundschaften, vielen neuen Perspektiven und dem Wunsch, das Gelernte in unseren Alltag mitzunehmen und an andere weiterzugeben.
Wir danken allen, die diese Reise möglich gemacht haben, insbesondere unseren Gastgeber*innen in Ecuador.
Kawsak Sacha – lebender Wald bleibt für uns nicht nur ein Begriff, sondern ein Gefühl, das wir nie vergessen werden!
Die AG Ecuador
Ein paar weitere Eindrücke:
„Der Ecuador-Austausch war eine super Erfahrung, bei der ich sehr viel darüber gelernt habe, wie man auf der anderen Seite der Welt lebt. Mich hat besonders die Natur und das Zusammenleben mit der Natur fasziniert. Man ist dort so nah an der Natur, dass man richtig darin eintaucht. Der Nachthimmel zum Beispiel war stockdunkel und man konnte die Sterne sehen. Man hört und sieht die faszinierendsten Dinge. Ich konnte nicht genug davon kriegen.“
„Jeder Tag in Sarayaku brachte etwas Neues und Schönes, voller faszinierender Eindrücke der ganze Aufenthalt war einfach unbeschreiblich toll🫂. Besonders beeindruckend fand ich die Minga am Wochenende, bei der das ganze Dorf zusammenarbeitete, sich gegenseitig half und gemeinsam die Wege und Plätze sauber hielt, dieses Engagement und Gemeinschaftsgefühl hat mich sehr bewegt.“
„In Sarayaku habe ich ein Gemeinschaftsgefühl erlebt, das stärker war als je zuvor, und ich wünschte mir, dass eine solche Verbundenheit überall auf der Welt zu spüren wäre. Die Natur in Ecuador war unglaublich schön und erstaunlich. Ich vermisse es, so einen schönen Anblick für 11 Tage gehabt zu haben.🌿“
„In Sarayaku konnte ich in eine andere Lebensrealität eintauchen, von der man sonst nur sehr wenig hört. Vor allem die Natur sowie die Naturverbundenheit der Leute und die vielfältigen Traditionen und Feste vor Ort haben haben mir sehr gefallen und werden mir lange im Gedächtnis bleiben.“
„Die Reise nach Sarayaku hat mir gezeigt, wie das Leben im Einklang der Natur möglich ist. Am meisten hat mir die Pflanzen und die Tierwelt im Regenwald gefallen, die sich von der im Deutschland stark unterscheidet, genauso wie die Kultur und der Tagesrhythmus der Menschen vor Ort.“
„Es war eine Reise, die mein Denken verändert hat. Die Abende mit meiner Familie waren für mich das tollste Erlebnis, weil sie einiges über ihren Alltag erzählt haben.“
„Ich fand die Eindrücke in Sarayaku sehr spannend und einprägsam. Vor allem die Gemeinschaft und Verbundenheit mit der Natur hat mir sehr gefallen, auch die Gastfreundschaft der Einheimischen war beeindruckend.“
„Mein Highlight in Sarayaku war unsere Teilnahme an der Guayusa Upina im Rahmen des Schulfestes. In dieser besonderen Tee-Zeremonie vor Sonnenaufgang werden die Träume erzählt und interpretiert. Es war beindruckend zu erleben, wie die „Alten“ den „Jungen“ das uralte Wissen der Vorfahren vermitteln.“
„Mich fasziniert, welches Selbstverständnis in Sarayaku gelebt wird. In Einklang mit der Natur leben bedeutet, nur zu nehmen, was man braucht, Flora und Fauna zu kennen für Nahrung, Medizin oder zur Konstruktion und sich im Alltäglichen an der Natur, von der man den ganzen Tag umgeben ist, zu orientieren beginnend beim Aufstehen. Eine wertvolle Erfahrung im Bezug darauf war es auch, sich und seine Bedürfnisse auf das Wesentliche zu reduzieren. Gerade dies tat mir sehr gut verglichen mit unserem Leben, in dem uns so oft dargestellt wird, was wir alles brauchen, kaufen und leisten sollen.“
Am Donnerstag, dem 2. Oktober 2025, stand für die Schüler*innen der Jahrgänge 5 und 6 ein ganz besonderer Tag auf dem Stundenplan: der Projekttag Vielfalt. Der Projekttag wurde bereits zum dritten Mal von der Kulturgruppe organisiert, widmete sich der Vorbeugung und Thematisierung von unterschiedlichen Diskriminierungsformen (Anti-Ableismus, Anti-Lookismus, Anti-Klassismus, Anti-Rassismus und Anti-Sexismus.) So hatten alle Beteiligten an diesem Tag die Möglichkeit, verschiedene Aspekte der Diversität zu erleben. Ziel war es, gemeinsam zu entdecken und zu feiern, wie Vielfalt im Alltag, an unserer Schule und gesamtgesellschaftlich gelebt werden kann – respektvoll, offen und als Bereicherung.
Der Projekttag wurde im Rahmen des Schulentwicklungsprogramms SCHULE:KULTUR! organisiert und von der Kultur:Gruppe gestaltet. Diese Gruppe, besteht aus Schüler*innen, Lehrkräften, Eltern sowie dem Freizeitheim Linden als Kulturpartner*in.
Nach über einem halben Jahr Vorbereitungszeit war es am 2. Oktober endlich soweit und der Tag begann für die 5. und 6. Klassen mit einem gemeinsamen Frühstück im Klassenverband, bei dem die Schüler*innen nicht nur kulinarisch, sondern auch gedanklich einen Blick über den eigenen Tellerrand wagten. Anschließend starteten die Workshops, die das Herzstück des Projekttages bildeten. 20 verschiedene Angebote standen zur Auswahl: von kreativen Projekten, wie z.B. Comics, Graffiti und Theater, über sportliche Herausforderungen, z.B. wie Rollstuhlbasketball, Capoeira, WinTsung und Tanz, bis hin zu digitalen, kulturellen und sozialen Themen, wie z.B. Kochen, Vielfalt der Männlichkeiten, Selbstbewusstsein, Talkshow on air.
Externe Kulturpartner*innen, welche die Workshops leiteten, trugen wesentlich zum Erfolg des Tages bei, indem sie ihre Expertise und Perspektiven einbrachten. Aber auch Menschen aus der Schulgemeinschaft beteiligten sich an der Gestaltung des Programmes, wie z.B. Oberstufenschüler*innen die selbst einen Workshop konzipierten und durchführten.
Ein besonderes Highlight war die gestalterische Erweiterung des Vielfalt-Mosaiks im Foyer durch die neuen Jahrgänge. Das große Fensterbild, welches alle Besucher*innen beim Ankommen begrüßt, mach sichtbar macht, wie jede Klasse und jede*r Einzelne zum großen Ganzen beiträgt.
Das Projekt wurde gefördert von der Klosterkammer Hannover; dem Niedersächsischen Kultusministerium, dem Ministerium für Wissenschaft und Kultur, der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung in Niedersachsen, der Bundesakademie für Kulturelle Bildung und dem Niedersächsischem Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung im Programm SCHULE:KULTUR! Außerdem fand eine Unterstützung über die LiveApps – dem JugendKulturAbo in der Kulturellen Kinder- und Jugendbildung der Stadtteilkultur Hannover statt. Als Kulturpartnerin der Schule war das Freizeitheim Linden der Stadtteilkultur Hannover der Landeshauptstadt Hannover wie in den vergangenen Jahren wichtiger Teil des Projektes.
Insgesamt entstand ein Tag voller Begegnungen, neuer Perspektiven und gemeinsamer Erfahrungen – getragen von der aktiven Beteiligung vieler Mitglieder der Schulgemeinschaft, der Kulturpartnerin und externer Kulturschaffender. Der Projekttag Vielfalt hat einmal mehr gezeigt: Vielfalt ist eine Stärke – und sie macht unser Schulleben reicher, bunter und spannender.
Besonders zu betonen ist, dass der Projekttag zum dritten Mal stattfinden konnte und inzwischen ein wichtiger Teil der Schulentwicklung des Gymnasiums Limmer ist. Er leistet einen Beitrag zur Stärkung einer weltoffenen, demokratischen Gesellschaft. In einer Zeit, in der die Werte der Demokratie herausgefordert werden, setzt die Schule mit diesem Projekt ein klares Zeichen für Toleranz, Respekt und die Akzeptanz von Vielfalt.
Nele Schmidt, 10.10.2025
Am Dienstag, dem 07.10.25, nahm die Klasse 7E im Rahmen ihrer Projektwoche unter dem Motto „Prävention“ an dem Workshop „Selbstversuch Demokratie“ von Florian Frenzel teil.
Zu Beginn haben wir einen Stuhlkampf in Kleingruppen gegeneinander geführt. Dabei hatten wir verschiedene Aufgaben zu erfüllen und durften dabei aber nicht sprechen. Das war gar nicht so einfach und am Ende hatten alle Gruppen ihre Aufgabe fast gleich gut erfüllt. Mit Kommunikation wäre das aber viel leichter und schneller gegangen.
Danach haben wir uns überlegt, was wir gerne für ein Thema unterrichtet bekommen würden, wenn wir für einen Schultag den Unterrichtsinhalt bestimmen dürften. Da hatten wir viele Idee und konnte sie am Ende in vier Gruppen bündeln: Handwerk/ Kochen/ Ernährung, Natur, Politik/ Steuern/ Sprachen/ Lerntechniken, Sport/ Glück. In selbstgewählten Kleingruppen bereiteten wir dann Kurzvorträge vor, in denen wir unterstützt durch Plakate die restliche Klasse davon überzeugen wollten, dass unser Thema das Wichtigste sei.
Innerhalb von 30 Minuten stellten wir quasi ein Wahlplakat, eine Rede und Wahlziele auf, um sie dann in einer „Bundestagssitzung“ vorzustellen. Der „Bundestagspräsident“ Florian Frenzel erklärte uns, dass bei einer Rede im Bundestag von den Zuschauern der Wunsch nach Zwischenfragen per Handzeichen gezeigt werden darf und die Sprechenden diese Zwischenfrage explizit erlauben müssen. Erst dann darf die zuschauende Person aufstehen und ihre Frage äußern. Bis zum Ende der Antwort wird dann aus Respekt vor der antwortenden Person stehen geblieben. Und so ergab sich eine intensive Auseinandersetzung, bei der am Ende die kleinste „Partei Natur“ die meisten neuen Unterstützenden gewinnen konnte.
Gemeinsam haben wir an diesem Tag spielerisch verstanden, warum wir manchmal von der Politik den Eindruck haben, dass sie nur reden und nichts machen, denn ohne Reden geht gar nichts und mit Reden verfliegt die Zeit wie im Flug.
Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Florian Frenzel für den interaktiven und spannenden Tag.
Sarah Rossmann, 10.10.25
Am 23. Juni 2025 durften wir am Gymnasium Limmer eine ganz besondere Begegnung erleben: Ruth Gröne, Überlebende des Holocaust und die letzte aktive Zeitzeugin in der Region Hannover, besuchte unseren 10. Jahrgang.
Dass Ruth Gröne überhaupt noch einmal in eine Schule kam, ist alles andere als selbstverständlich – denn eigentlich hatte sie sich aus der aktiven Bildungsarbeit zurückgezogen. Umso mehr hat es uns bewegt, dass sie für uns eine Ausnahme machte. Der Auslöser war ein Kunstprojekt unseres 13. Jahrgangs im vergangenen Jahr: Unter dem Titel „Visuelle Leerstellen“ hatten sich unsere Schüler*innen eindrucksvoll mit der Biographie Ruth Grönes beschäftigt und diese zum Ausgangspunkt eigener künstlerischer Umsetzungen gemacht. Dieses Projekt und die daraus entstandenen Bilder hatten Ruth Gröne so sehr berührt, dass sie uns etwas zurückgeben wollte – und sich entschloss, noch einmal persönlich mit jungen Menschen ins Gespräch zu kommen.
Der Besuch war kein klassischer Vortrag. Stattdessen entwickelte sich ein intensiver Austausch zwischen Ruth Gröne und unseren Schüler*innen. Von Anfang an war es ihr wichtig, Raum für Fragen, Gedanken und Gespräche zu geben – und so wurde der Vormittag zu einer tief bewegenden Auseinandersetzung mit ihrer Lebensgeschichte und der Bedeutung von Erinnerung heute.
Wir sind dankbar für diese Begegnung, die uns allen gezeigt hat, wie wichtig der direkte Dialog mit Zeitzeug*innen ist – und gerade weil diese Stimmen immer seltener werden – wie kostbar.
Vielen Dank an Shaun Hermel und die Gedenkstätte Ahlem für die Organisation dieses so intensiven Lernanlasses! Und vor allem: Vielen Dank, liebe Ruth Gröne, dass Sie sich – noch einmal – Ihren Erinnerungen gestellt haben. Ihr Besuch wird uns noch lange begleiten.
Max Lichte
Siehe auch den Instagram-Post der Gedenkstätte Ahlem
Die neu umgestaltete „Toilette für Alle“ wurde am Mittwochmittag, 11.06.25 von Frau Hedderich und den Beteiligten eröffnet. Die bunte Gestaltung ist das Ergebnis eines Seminarfachprojektes in der 13. Klasse, bei der die Schüler*innen AG-Stunden, die zu ihrem Seminarfachsthema passen, für die unteren Jahrgänge gestalteten. In diesem Fall haben fünf Schüler*innen des Seminarfachs „Gender, Sex und Stereotype“ zusammen mit den 5., 6. und 7.-Klässler*innen ein eigenes Design für die schuleigene All-Gender-Toilette entworfen, welches dann auch umgesetzt wurde.
Eine buntere Toilette für Alle sorgt nicht nur für ein schöneres Schulgebäude, sondern erhöht auch die Sichtbarkeit von queeren* Menschen im Schulalltag. Dies sorgt besonders in Zeiten, in denen die Rechte von queeren* Menschen weltweit immer weiter eingeschränkt werden, für mehr Akzeptanz und Unterstützung. Die Umgestaltung wäre ohne die Unterstützung von Nina Reinecke sowie den großzügigen Beiträgen des Fördervereins nicht möglich gewesen.
Rocko, Anton, Marieke, Thai Son und Tino am 12.06.25