Gedenken an Verfolgung, Gewalt und Krieg – in Zeiten des Krieges

1. April, 2022 | 18:01

Exkursion des 10. Jahrgangs nach Bergen-Belsen

Der gesamte 10. Jahrgang des Gymnasiums Limmer war am 30. und 31. März 2022 in der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Bergen-Belsen. Hier fand an den beiden Tagen in Zusammenarbeit mit dem pädagogischen Zentrum der Gedenkstätte ein – etwas corona-konform abgespeckter – Studientag für jeweils zwei Klassen statt. Diese Exkursion hat die Möglichkeit geboten, sich am historischen Ort intensiv mit Aspekten der Geschichte der Lager zu beschäftigen (als Konzentrations- und Kriegsgefangenenlager sowie als Camp für Displaced Persons) und so die schulische Beschäftigung mit der Verfolgungsgeschichte des Nationalsozialismus zu erweitern. Mit dem Versterben der letzten Zeitzeugen bekommen die Orte der nationalsozialistischen Verfolgung einen noch größeren Stellenwert. In diesem Sinne konnten die Schüler*innen wichtige persönliche Erfahrungen in der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus machen: „Vor unserem Besuch kam mir alles sehr weit weg vor, doch die Gräber und die Ausstellung zeigten mir, wie real und nah das Ganze doch ist.“, äußerte eine Schülerin. Dies sind gerade jetzt angesichts des Aufflammens rassistischer und antidemokratischer Stimmen im gesellschaftlichen Diskurs und angesichts eines Angriffskriegs in Europa Lernprozesse von enormer Bedeutung.

Weitere Schüler*innenstimmen zu den Eindrücken in der Gedenkstätte:

„Sprachlosigkeit!“

„Die Größe des Ortes und die schrecklichen Bilder waren sehr ergreifend. Man hat einen ganz anderen Eindruck von den Taten der Nationalsozialisten bekommen als durch das Schulbuch.“

„Wir fanden vor allem das Ende der Tour gut, weil man da noch mal den Bezug zur jetzigen Zeit (Ukraine-Krieg) hatte. Wir sollten aus der Geschichte lernen.“

„Die Bilder und Texte in der Ausstellung haben einen sprachlos gemacht, weil sie einem die Grausamkeit von damals vor Augen geführt haben.“

„Schockierend“

„Es fühlt sich irgendwie sowohl komplett unreal als auch real zugleich an.“

Lichte, 1.4.22

 

Begegnung mit Sibirien

21. November, 2021 | 14:09

Vorurteile entstehen vor allem immer dann, wenn Menschen etwas oder jemanden nicht kennen. Diese Erkenntnis hat die Werte und Normen Gruppe der 6b und 6c zum Anlass genommen, um eine ganz besondere Begegnung zu organisieren. Unter dem goßen Oberthema „Begegnungen mit dem Fremden“ trafen sich die Schüler*innen unserer Schule online mit gleichaltrigen Kindern aus Sibirien. Hier gab es viele Möglichkeiten, sich gegenseitig kennenzulernen und damit den eigenen Horizont zu erweitern. Zum Schluss luden die Kinder aus Sibirien die Kinder aus Hannover sogar zu sich ein, um dann gemeinsam im Schnee zu spielen und mit den Schlittenhunden zu fahren. Wir dürfen gespannt sein, was sich daraus entwickelt.

Reinecke, 21.11.21

Wir fanden es sehr schön, die Kultur und das Leben der sibirischen Kinder kennenzulernen. Es war aufregend, etwas über die Schulfächer zu erfahren. Spannend war ihr Bericht über die Kälte. Es war insgesamt cool. Wir sprechen für alle Kinder, dass das ein schönes Erlebnis war.

Von Jette und Saida

75 Jahre Demokratie in Niedersachsen

15. September, 2021 | 20:38

Demokratie lebt davon, dass wir sie mitgestalten. Das nehmen wir als Schule ernst und wollen diesem Anspruch gerecht werden. Mit unserem 10. Jahrgang setzen wir deswegen ein fächerübergriefendes Projekt mit dem Titel „Digitale (Werte-)Vermittlung – Entwicklung spielerischer Zugänge zu Demokratie und Geschichte“ um. Ziel dabei ist die Entwicklung eines digitalen Spiels (Text-Adventure) zur Verwendung in der Gedenkstätte und in Schulen mit dem Ziel, Schüler*innen Handlungsoptionen gegen Alltagsrassismus und Rechtsextremismus exemplarisch zu vermitteln. In einer Auftaktveranstaltung im Rahmen eines Projekttages haben die Schüler*innen nun sehr engagiert mit der Umsetzung begonnen. Die ersten Zwischenergebnisse sind vielversprechend. Wir dürfen alle gespannt sein, wie es weiter geht. Hier gibt es schon mal einige Einblicke:

Eine Welt Tag – Ein Rückblick

15. Juli, 2021 | 15:24

Der „Eine Welt Tag“ war sehr erfolgreich. Hier ein kleiner Rückblick.

Die Schüler*innen wurden ausdrücklich von den Aktivist*innen und NGO-Akteur*innen für ihr Interesse, ihre Diskussionsbereitschaft und ihre Offenheit gelobt. Sie waren an den einzelnen Themen wie Klimagerechtigkeit, Ernährung, Menschenrechte, Meeresverschmutzung, globale Armutsbekämpfung – die sicherlich alle in einem Zusammenhang stehen – sehr interessiert. Alle diese Themen finden sich auch in den 17 SDGs wieder.

Im Vorfeld zum Eine Welt-Tag konnten die Schüler*innen in einer Auftaktveranstaltung „waswireuchzusagenhaben“ sowie in daran anknüpfenden digitalen Werkstätten (Poster, Poetry slam, Podcast, Videos) ihre Botschaften formulieren. Am Eine Welt-Tag hatten unsere Schüler*innen die Möglichkeit diese Botschaften in Form eines Trailers an den Niedersächsischen Kultusminister, Herrn Tonne, der die Schirmherrschaft über diesen Eine Welt-Tag übernommen hatte, zu übergeben.

Anbei der Link zu der Internetseite (mit Informationen, dem Video und allen Botschaften): https://globolog.net/waswireuchzusagenhaben.html

Erfreulicherweise führen wir diese Form von BNE-Aktionstagen (BNE = Bildung für nachhaltige Entwicklung) somit fort. Bereits im Jahr 2018 hatten wir an unserem BNE-Aktionstag „Die Welt im Zenit“ mit dem Besuch der Klimaschutzaktivistin und ehemaligen Sprecherin der indigenen Völker Lateinamerikas, Patrica Gualinga, aus Ecuador und weitere Akteur*innen und NGOs solch einen Aktionstag. Seitdem stehen wir mit der Kichwa-Gemeinde in Sarayaku bzw. mit den schulischen Beteiligten in Ecuador im Austausch.

Dennis Klose, 15.07.21

Besuch von Amnesty International

15. Juli, 2021 | 12:47

Im Rahmen der Beschäftigung mit Menschenrechten und Menschenrechtsverletzung hatten die WuN Kurse JG 8 Besuch von Patrizia Carrillo, die sich ehrenamtlich für die Organisation Amnesty International einsetzt.

Nach einer Einleitung, die sich mit der Geschichte der Menschenrechtserklärung und der Entstehung von Amnesty beschäftigte, haben sich die Schüler*innen mit Beispielen für Menschenrechtsverletzungen in aller Welt auseinandergesetzt. Die Vorgehensweise der Organisation und ihre Rolle liegt in der Veröffentlichung sowie Anprangerung von ebendiesen, damit die „Ich habe nichts davon gewusst“ – Ausrede für niemanden gilt.

Patrizia erzählte eindringlich von ihrer eigenen Motivation, bei Amnesty mitzuarbeiten und berichtet aus ihrem Tätigkeitsfeld, der Arbeit gegen Zwangsverheiratung junger Mädchen. Alle Beteiligten bezeichneten die Veranstaltung als lehrreich und motivierend.

„Ich fühle mich informiert, betroffen und weiß jetzt auch, wo ich mich engagieren kann“- so eine Schülerin am Ende der Veranstaltung.

Für mehr Infos besucht gerne die Homepage der Jugendorganisation von Amnesty Hannover: https://amnesty-hannover.de

Kristina Rehr, 15.07.21

Kids Takeover – 31 Jahre Kinderrechte

20. November, 2020 | 13:43

Am 20.11.2020 jährt sich die Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention zum 31. Mal. Doch was sind eigentlich Kinderrechte und warum sind diese so wichtig?

Mit diesen Fragen haben wir uns im 6. Jahrgang des Gymnasiums Limmer im Religions- sowie Werte und Normenunterricht anhand einer Ausstellung und eines Videobeitrags von UNICEF intensiv auseinandergesetzt.

Dabei ist es wichtig, nicht nur die eigenen Rechte zu kennen, sondern sich auch für diese einzusetzen. Da aktuell vor allem die Klimakrise deine Rechte, zum Beispiel dein Recht auf Gesundheit und Leben, bedroht, steht der diesjährige Kinderrechtetag unter dem Motto #ActOnClimate.

Du möchtest mitmachen und aktiv etwas für das Klima und deine Rechte tun? Dann beteilige dich an der Aktion „Klimabeutel“ von UNICEEF, bei der es darum geht, einen Stoffbeutel kreativ zu gestalten und so viel Plastik einzusparen.

Alle wichtiges Infos findest du unter folgendem Link:

https://www.unicef.de/mitmachen/youth/good-action/-/actonclimate/136184

Pimp Your Town

17. September, 2020 | 10:09

Die Klasse 9b des Gymnasium Limmer hat in den vergangenen drei Tagen am vielfach ausgezeichneten Politikplanspiel „Pimp Your Town“ teilgenommen. Zunächst überlegten die Schülerinnen und Schüler, welche Angelegenheiten der Stadt sie gerne behandeln würden, welche Probleme sie beheben möchten. Sie teilten die Themen auf verschiedene Ausschüsse auf und schrieben Anträge. Im Verlauf des Planspiels diskutierten sie dann mit Politikern der aktuell im Rat vertretenen Parteien und debattierten innerhalb ihrer Ausschüsse mit Schüler*innen der IGS List und der Gerhardt-Hauptmann-Schule. Am letzten Tag trugen jeweils neun der Schüler*innen der drei Schulen ihre Anträge im Rathaus vor und stimmten über diese ab.

Es wurde deutlich, dass vor allem folgende Themen die Schüler*innen besonders auf dem Herzen liegen:

  • Freizeitangebote für Jugendliche
  • Sauberkeit und Hygiene in den Stadtteilen (mehr Mülleimer und öffentliche Toiletten
  • bessere Ausstattung der Schulen sowohl zum Lernen als auch zum Wohlfühlen
  • Unterstützung bei der Integration jugendlicher Geflüchteter

Das Planspiel „Pimp Your Town“ vom Verein Politik zum Anfassen ist ein hervorragendes Beispiel für lebendiges Lernen und Partizipation Jugendlicher sowohl innerhalb des Schulalltags als auch in der Gemeinde.

Wir danken dem Team von „Politik zum Anfassen e.V.“ sowie den vielen engagierten Politikern, die uns unterstützt haben. Besonders danken wir Herrn Klapproth, Herrn Wolf, Frau Iri und Herrn Klippert, die die Schüler*innen am Gymnasium Limmer begleitet haben.

Jubiläum: 30 Jahre Kinderrechte!

22. November, 2019 | 16:02

Der 6. Jahrgang des Gymnasium Limmer ehrte die Kinderrechtskonvention, die am 20.11.2019 ihr 30jähriges Jubiläum feierte. Die Regionalvertretung von Unicef Hannover machte deswegen in Kooperation mit der Schule in der Aula eine Veranstaltung, um die Schülerinnen und Schüler über ihre Rechte zu informieren. Die vielen Fragen der Kinder im Anschluss an den Vortrag machten deutlich, wie wichtig den Heranwachsenden ihre eigenen Rechte sind.

Einen herzlichen Dank an Unicef und besonders an unseren großartigen Kollegen Rainer Pommer, der diese Aktion federführend in der Schule organisierte.

Kinderrechte kreativ entdecken

12. November, 2019 | 8:46

Am 20. November 2019 werden die Kinderrechte der Vereinten Nationen 30 Jahre alt – ein Grund zu feieren, finden wir!

Anlässlich dieses Jubiläums möchte das Gymnasium Limmer in verschiedenen Angeboten und Aktionen auf die Kinderrechte hinweisen und sich mit ihnen beschäftigen.

Den ersten Schritt machte der Werte und Normen Kurs der 6a und 6b, indem sie an einem Workshop namens „DenkMal“ im Freizeitheim Linden, unserem Kulturpartner, teilnahm. Gemeinsam mit der Museumspädagogin Katja Krause haben sie die einzelnen Artikel besprochen und anschließend eine Skulptur dazu erstellt. So konnte in kleinen Gruppen ein dreidimensionales „Denk-Mal“ zu den Kinderrechten entstehen. Es gab Draht, Bindfäden, Mullbinden, Gipsbinden, Strohhalme, Fäden, Holz, Pappe und vieles mehr.

Die Objekte werden anschließend in der Schule ausgestellt.

Fair Weeks – fair humans

26. September, 2019 | 15:13

Im Rahmen der Fair Week haben sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8b mit dem Thema Bürger*innenrechte und Geschlechtergerechtigkeit befasst; insbesondere Rollenmodelle wurden kritisch betrachtet. Den Anlass gab die Barbiepuppe „Rosa Parks“, die die Firma Matell zu Ehren der Bürgerrechtlerin Rosa Parks im August diesen Jahres auf den Markt brachte.

Die Afro-Amerikanerin Rosa Parks wurde 1955 festgenommen, weil sie sich im Bus auf einen Sitz setzte, der den weißen Fahrgästen vorbehalten war. Sie weigerte sich, den Sitz frei zu machen und wurde deshalb schließlich von der Polizei festgenommen. Dies löste einen Busboykott aus und wird heute als der Beginn der Bürgerrechtsbewegung in den USA gesehen. Ziel dieser war und ist es, Diskriminierung aufgrund vor allem der Hautfarbe zu beenden.

Dass die Firma Matell nun eine Barbiepuppe „Rosa Parks“ herausgab, wurde von den Schülerinnen zum einen zustimmend aufgenommen. Schließlich wird damit eine mutige und wichtige Frau geehrte. Andererseits jedoch stehen gerade die Barbiepuppen in der Kritik, keine guten Rollenmodelle abzugeben. Ihre Figur und das Image entstammt einer unrealistisch „perfekten“ Welt. Können solche Puppen ein Vorbild für Mädchen sein? Was würde Rosa Parks heute zu der Barbiepuppe sagen, wenn sie noch lebte? Und welche Probleme haben Jungen in Bezug auf Geschlechtergerechtigkeit?