Odoardo Galotti vor Gericht

10. November, 2025 | 19:10

Wenn Deutschunterricht lebendig wird, kann der Klassenraum schon mal zum Gerichtssaal werden. Die 11c führte eine fiktive Gerichtsverhandlung zum Drama „Emilia Galotti“ durch. Merle berichtet hier von den Erfahrungen als Gerichtsreporterin, Jordis gibt Einblicke über eine Zeichnung. 

Guastalla, 7. Februar 1772

Spannung und Aufregung liegen in der Luft, als die Türen des Gerichtssaals sich öffnen. Auf der Anklagebank sitzt der bürgerliche Odoardo Galotti, der am Vortag seine eigene Tochter Emilia, eine fromme, tugendhafte junge Frau, im Lustschloss des Prinzen erstach. Doch war es Mord oder ein verzweifelter Akt in der Gesellschaft? Wer ist wirklich schuld an Emilias Tod?

Zu Beginn der Verhandlung herrscht gespannte Ruhe. Die Richter nehmen ihre Plätze ein, während Odoardo still, fast starr wirkt.

Die Anklage tritt entschlossen auf: Odoardo wird vorgeworfen, mit klarem Kopf & Verstand, kaltblütig gehandelt zu haben. „Ein Vater, der das Leben seiner Tochter beendet, nur um die Ehre der Familie zu retten“, ruft eine Staatsanwältin in den Raum.

Die Verteidigung hingegen stellt Odoardo als Opfer der Gesellschaft dar. Ein Mann, der seine Tochter nach ihrer Aufforderung erlöste und ihr die Möglichkeit gab, noch in den Himmel zu kommen. „Nicht Odoardo ist schuld, sondern der Hof, von dem alles ausging“, entgegnet ein Verteidiger.

Nacheinander treten die Zeugen auf.

Claudia Galotti, die Mutter, glaubt, es handelt sich um eine Verschwörung und verweist auf die letzten Worte des ermordeten Grafen: „Marinelli“. Trotz Meinungsverschiedenheiten ist sie überzeugt davon, dass Odoardo ein guter und besorgter Vater für Emilia war.

Marinelli, der Vertraute des Prinzen, widerspricht Claudia überzeugend in diesem Punkt. Bei der Frage an ihn, ob er alles für den Prinzen machen würde, weicht er mit der knappen Antwort, dass der Prinz nun mal die höhere Macht sei, aus.

Gräfin Orsina, einst Geliebte des Prinzen, lässt große Anspannung im Saal entstehen. Mit selbstbewusster Stimme betont sie: „Der Prinz ist schuld! Seine Intrigen müssen aufgedeckt werden.“ Sie gibt zu, dass sie Odoardo die Mordwaffe übergab, diese aber für den eigentlichen Täter, den Prinzen gedacht war.

Mit jeder Aussage nimmt die Unruhe zu. Staatsanwälte, Richter und Verteidiger beginnen sich gegenseitig zu unterbrechen und rufen in den Saal hinein.

Die Verteidigung spricht davon, dass der Prinz Emilia schon vorher seelisch tötete und Emilia letztendlich selbst über ihren physischen Tod entschied.

Als Odoardo schließlich selbst auf dem Zeugenstuhl sitzt, ist der Saal ruhig und wartet gespannt seine Antwort ab. Doch in diesem Moment bekommt der Angeklagte keine klaren, sicheren Worte heraus und bestätigt nur seinen Schock.

Nach langen Beratungen kommt es zur Verkündung des Urteils. Doch die Richter kommen zu keinem Entschluss und sind davon überzeugt, dass Odoardo eine psychische Untersuchung benötigt, bevor ein Urteil getroffen werden kann. Im Saal entsteht eine gemischte Stimmung aus Verständnis und Entsetzen. Die Verhandlung endet. Doch die Frage, die alle bewegt, bleibt weiterhin offen: Ist Odoardo ein Mörder oder auch nur ein Opfer einer verdorbenen Gesellschaft?

Nina Reinecke, 10.11.25

Festival aufm Platz

26. Juni, 2025 | 17:00

Auf Einladung der VGH Stiftung und der Niedersächsischen Sparkassenstiftung konnte unser gesamter 10. Jahrgang am 26.06.2025 die Generalprobe für das „Festival aufm Platz“ besucht. Die Schauspielerin und Musikerin Meret Becker, bekannt aus „Babylon Berlin“ oder als Kommissarin Nina Rubin im Berliner Tatort, las unter dem Motto „Vier Elemente: Auf der Erde“ aus Daniel Kehlmanns Roman „Die Vermessung der Welt“. Musikalisch begleitet wurde sie dabei von den vier virtuosen Musikern der Band MAXJOSEPH mit Steirischer Harmonika, Geige, Gitarre und Tuba.

Die Schülerinnen und Schüler konnten sich zum Ende eines aufregenden Schuljahres zurücklehnen und Kultur genießen. Kehlmanns literarischer Text, den Meret Becker eindrücklich vortrug, rief Bilder von fernen Ländern und Landschaften, abenteuerlichen Exkursionen und wissbegierigen Forschern hervor. Die Musik von MAXJOSEPH, zwischen Jazz und Neuer Volksmusik, begeisterte durch ihre Leichtigkeit und Vielschichtigkeit.

Besonders an unserem Besuch war das anschließende Künstlergespräch, in dem die Schülerinnen und Schüler sich sehr interessiert an der Musik, den Instrumenten aber besonders auch an den Werdegängen und dem Leben der Künstler zeigten. Beeindruckend für uns alle war dabei die Nahbarkeit aller vier Künstler!

Kulturabend voller Kreativität und Vielfalt – ein gelungener Abend am Gymnasium Limmer

23. Juni, 2025 | 8:37

Am Dienstag, den 17. Juni 2025, verwandelte sich die Aula unserer Schule in eine lebendige Bühne für ein buntes Spektrum kultureller Darbietungen. Das diesjährige Sommer- Kulturforum bot ein beeindruckendes Zeugnis der Kreativität, des Engagements und der Vielseitigkeit unserer Schulgemeinschaft.

Das musikalische Programm eröffnete die Keyboardklasse 5 unter der Leitung von Herrn Pabst. Es folgten mitreißende Beiträge der Keyboardklasse 6, geleitet von Herrn Gerrlich, und des Chors, geleitet von Herrn Pabst. Im Rahmen der Keyboardklasse kooperiert das Gymnasium Limmer mit der Musikschule Hannover. Die großartige Zusammenarbeit lässt sich in dem Erfolg der Aufführung deutlich erkennen.

Souverän und charmant führten Paula und Julie aus dem 9. Jahrgang durch das Bühnenprogramm und begleiteten das Publikum gekonnt von Programmpunkt zu Programmpunkt.

Gesellschaftlich engagiert zeigte sich die AG Mitmischen, die sich in ihrem Beitrag mit den Themen Demokratie und Antifaschismus auseinandersetzte – ein wichtiges Zeichen in der heutigen Zeit.

Gelungen waren auch die Darbietungen zum Thema Traum des Kurses Darstellendes Spiel des 12. Jahrgangs unter der Leitung von Frau Schattling. Ausdrucksstark und berührend zeigten die Schülerinnen und Schüler, was Theater auf schulischer Bühne leisten kann.

Der Kurs Bild – Ton – Szene 9 (unter der Leitung von Frau Bergmann und Herrn Pabst) beeindruckte gleich doppelt: Zum einen mit einer tänzerischen Choreographie zu selbst komponierter Musik, zum anderen mit einem künstlerischen Video zum Thema „Masken“. Auch der Kurs Bild – Ton – Szene 8 von Frau Bielawski, Frau Schmidt und Frau Schattling präsentierte einen fantasievollen Trickfilm, der das kreative Schaffen und technische Können in dem Bereichen Kunst, Musik und Darstellendes Spiel eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Rhythmisch und klanglich vielseitig wurde es zum Abschluss des Bühnenprogramms mit den Auftritten der kleinen und der großen Band, die das Publikum begeisterten. Ein besonderes Highlight: Bei einem Stück übernahm Bosse aus der Klasse 7A sogar selbst das Dirigat – eine beeindruckende Leistung!

Parallel zur Veranstaltung wurde im Foyer eine vielfältige Kunstausstellung präsentiert. Darüber hinaus informierten verschiedene Stände über das Engagement innerhalb der Schulgemeinschaft: Die Bibliotheks-AG präsentierte die handsignierten Drucke unserer „Bibliothekswesen“ von Ingo Siegner, die AG Ecuador berichtete von ihrem Projekt und bot Handgefertigtes von unserer Partnerschule in Sarayacu an. Der kommende Abiturjahrgang sorgte mit Getränken und Snacks für das leibliche Wohl.

Die gelungene Veranstaltung zeigte einmal mehr, wie viel Kreativität, Engagement und Gemeinschaftsgeist in unserer Schule stecken. Ein herzlicher Dank gilt allen Mitwirkenden, beteiligten Lehrkräften und vor allem unserem engagierten Technik-Team– und natürlich dem Publikum, das mit Begeisterung dabei war.

SMI, 23.06.25

Vorlesewettbewerb in französischer Sprache für Klasse 6

13. Juni, 2025 | 13:14
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Les jeuenes sont-ils allergiques à la lecture?  Wohl kaum.

Am Freitag, dem 06.06.2025 fand in der Aula des Gymnasium Limmer das große Finale des Vorlesewettbewerbs Französisch der sechsten Klassen statt.

Bereits zum dritten Mal in der noch jungen Geschichte des Gymnasium Limmer fand der Wettbewerb statt und gab Schülerinnen und Schülern der Französischklassen in Jahrgang 6 erstmalig die Gelegenheit, Ihre Lesekenntnisse in der zweiten Fremdsprache unter Beweis zu stellen.

Die Durchführung erfolgte zunächst klassenintern in der 6a, 6b und 6c. Begleitet wurden die jungen Leserinnen und Leser durch die drei Französischlehrkräfte Frau Sommerfeld, Herrn Götze und Herrn Gerrlich. Danach durften die Sieger*innen der drei Klassen noch einmal antreten.

Bewertet wurden sie von einer Jury aus SuS der 11. Klasse.

Auf die drei Sieger (1. Platz: Youness 6b, 2. Platz: Marlene 6c, Matilda 6b) warteten zahlreiche Preise und eine feierliche Urkunde.

GER, 13.06.25

„Rhythmus und Fantasie“- Gedichtworkshop mit Arne Rautenberg in der 5c

13. Mai, 2025 | 11:51

Wir hatten insgesamt acht Schulstunden, auf zwei Tage verteilt, „Unterricht“ mit Arne Rautenberg, einem Dichter. Er kam zu uns in die Klasse 5c des Gymnasium Limmer, um mit uns Gedichte zu schreiben.

Zuerst hat Herr Rautenberg uns eigene Gedichte vorgelesen und über seinen Alltag als Dichter berichtet. Danach sollten wir uns jeder ein Anagramm/Palindrom suchen und dazu ein Gedicht ausdenken. Als Besonderheit sollte dieses Gedicht ein Zevenaar Gedicht, also ein Gedicht aus sieben Zeilen, werden. Mit diesen Gedichten hatten wir wirklich viel Spaß.

Dann kamen noch Haikus dran. Das kommt aus dem Japanischen und bedeutet so viel wie „Kleiner Witz“. Da kamen einige aus der Klasse in einen Haiku-Rausch und wollten gar nicht mehr aufhören mit dem Schreiben.

In der vierten Stunde durften wir uns Gedichte zu unseren Geburtsmonaten ausdenken.

Am zweiten Tag hat uns Herr Rautenberg Vorschläge für die erste Zeile eines Gedichts gegeben und wir sollten uns den Rest dazu ausdenken. Da kamen ein paar schöne Fortsetzungen zusammen.

Der Workshop mit Herrn Rautenberg hat uns sehr viel Spaß gemacht, wir waren sehr kreativ und die Zeit ist viel zu schnell vergangen 😉

Von Anna Magjuni (5c)

 

SANANAS (Anna)

Unterm Lebensbaum von Sananas

Sitze ich auf einer Bank

„Hm, stelle ich dem Baum eine Frage?“

Ein Windstoß schüttelt an den Ästen

Mit den Ästen zwitschern die Vögel

Unterm Lebensbaum von Sananas

Sitze ich auf einer Bank

 

Ikea (Carlo)

Ich suche mein Paket

Wo ist mein Paket

Von oben fällt ein Paket runter

Es steht drauf für dich

Im Lagerregal von Ikea

Suche ich mein Paket

 

Schnee (Zoe)

Der schneeweiße Schnee

Rieselt langsam auf mich drauf

Zeitlos stehe ich hier

Leo, leo, ¿qué lees?

9. April, 2025 | 10:35

Vorlesewettbewerb in spanischer Sprache für Klasse 7

Die Schüler*innen des Gymnasium Limmer Almina (7E),  Ecrin (7D), Zanar (7E) und Tilda (7D) freuen sich sehr über die schönen Urkunden des Vorlesewettbewerbs Leo, leo, ¿qué lees? (Ich lese, ich lese, was liest du?), der vom DSV (Deutscher Spanischlehrerverband) angeboten wurde.

Nachdem dieser Wettbewerb in der Vergangenheit schon in vielen deutschen Bundesländern durchgeführt wurde, ist nun auch Niedersachsen erstmalig mit dabei. Diese Gelegenheit wollte sich das Gymnasium Limmer nicht entgehen lassen. Schließlich gibt es hier ähnliche Vorlesewettbewerbe schon seit Längerem.

Die Durchführung erfolgte zunächst klassenintern in der 7D und 7E durch die beiden Spanischlehrkräfte Frau Tur Reich und Herrn Rode. Danach durften die Sieger*innen der Klassen 7D und 7E noch einmal antreten. Für unsere Schulsiegerin Almina geht das Vorlesen nun auf Landesebene weiter. Wir drücken die Daumen!

Lesementoring: Verleihung Kompetenznachweis Kultur

10. März, 2025 | 18:49
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Am Donnerstag, dem 06.03., wurde den diesjährigen Lesementor*innen unseres neunten Jahrgangs im Mosaiksaal des Neuen Rathauses ihr Kompetenznachweis Kultur verliehen. Acht engagierte Jugendliche haben im vergangenen halben Jahr wieder erlebt, wie gewinnbringend es sein kann, Grundschulkinder beim Lesenlernen mit spielerischen und kreativen Aktionen zu unterstützen. Danke für euren Einsatz!
 
Hah, 10.03.2025

Adventslesung in der Bibliothek

28. November, 2024 | 15:40

Ab Montag, dem 02. Dezember 2024 findet in unserer wunderschön dekorierten Schulbibliothek die Adventslesung statt. In jeder zweiten großen Pause lesen dort Schüler*innen und Lehrer*innen aus einem von drei Weihnachtsbüchern vor.

Sei dabei und lausche den spannenden, weihnachtlichen Geschichten und tauche in eine festliche Stimmung ein. 

Für die AG Schulbibliothek Zoe, Maya, Ella, Vanessa, 28.11.2024

Gekommen um zu lesen

13. Juni, 2024 | 11:48

Vorlesewettbewerb in spanischer Sprache/Jhg. 8

Was machten diese Unbekannten vor unserer Aula? Richtig, es waren die Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs des Kurt-Schwitters-Gymnasiums, die wie letztes Jahr am Vorlesewettbewerb in spanischer Sprache teilnahmen. Mit im Gepäck eine Lektüre über Peru, die sie genau wie die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8D (Frau Diez) und 8E (Herrn Rode) im Unterricht bearbeitet hatten. Zwei Teilnehmende jeder Klasse hatten in der klasseninternen Runde überzeugt und durften ihre Vorlesekünste in der Aula darbieten. Es handelte sich um Ainhoa und Pavlos aus der Klasse 8D, Anastasia und Lotta  aus der 8E sowie Maritina und Veronika vom Kurt-Schwitters-Gymnasium.

Wie war der Ablauf?

Sehr souverän –y por supuesto en español (und natürlich auf Spanisch)– führten unsere drei Moderator*innen Mercan (8D), Lisbeth und Muj (beide 8E) durch die gesamte Veranstaltung. Damit auch alle Vorleser*innen gut zu hören und zu sehen waren, unterstützten Leonie (7D) und Aram (7F) tatkräftig mit der passenden Ton- und Lichteinstellung.

Alle sechs Vorleser*innen beeindruckten das Publikum durch ihre hoch konzentriert vorgetragenen Präsentationen, sodass die Bewertung für die Jurymitglieder Nico (10E), Nhung (10D) und Milana (10D) sowie Luna, Ilayda und Felix des Kurt-Schwitters-Gymnasiums nicht einfach war.

In der kurzen Pause, in der die Jury die Punkte zusammenzählte, geglückte ein Gast aus Misburg das Publikum mit einem spontanen Konzert auf dem Klavier. Auch Aram aus der Klasse 7F stimmte mit ein. ¡Muchísimas gracias! Diese Idee nehmen wir nächstes Jahr mit auf.

Doch wie ging der Wettbewerb aus?

Anastasia (8E), Pavlos (8D) und Veronika (Kurt-Schwitters) belegten die drei 4. Plätze, Ainhoa (8D) den 3. Platz und Maritina (Kurt-Schwitters-Gymnasium) den 2. Platz. Die Siegerin Lotta (8E) überzeugte die Jury in besonderer Weise durch ihren ausdrucksstarken Vortrag.

Die Moderator*innen übergaben die Sachpreise, die der Förderverein dankenswerterweise finanziert hat. Es handelte sich um Büchergutscheine für die ersten drei Plätze und auch für alle anderen eine peruanische Inka-Kola und peruanische chuches (Schnökereien).

Am Ende waren sich alle einig:

Nächstes Jahr geht es in die nächste Runde.

Fachgruppe Spanisch, 10.06.24