Drei unvergessliche Wochen in Ecuador bei unserer Schulpartnerschaft in Sarayaku

15. Dezember, 2025 | 17:49

In diesem Herbst durfte eine Gruppe von Schüler*innen des Gymnasiums Limmer eine ganz besondere Reise erleben: Für knapp drei Wochen waren wir in Ecuador – einem Land, das mit seiner atemberaubenden Natur, seiner Vielfalt und seinen herzlichen Menschen unvergessliche Eindrücke hinterlassen hat. Der Anlass unserer Reise war der Austausch mit unserer Partnerschule in dem weltberühmten indigenen Dorf Sarayaku, in dem wir rund zehn Tage verbringen durften.

Sarayaku liegt mitten im ecuadorianischen Regenwald und ist für viele ein Symbol für den Schutz der Natur, die Bewahrung indigener Traditionen und den Widerstand gegen multinationale Ölkonzerne. Schon die Anreise per Jeep und Kanu war ein Abenteuer für sich und ließ uns erahnen, wie abgelegen und besonders dieser Ort ist. In Sarayaku wurden wir offen empfangen und in den Alltag der Gemeinschaft eingebunden. Wir lernten ihre Sprache, Bräuche und Lebensweise kennen und erfuhren, wie eng die Menschen dort mit der Natur verbunden sind.

Gemeinsam nahmen wir an traditionellen Bräuchen teil, wie der Minga, einer gemeinschaftlichen Arbeit, mit anschließenden Tänzen, vielen Trommeln und dem Trinken des traditionellen Getränks – der Chicha. Wir halfen bei alltäglichen Aufgaben und lernten den respektvollen Umgang mit dem Regenwald und die daraus erschaffenen Naturkunstwerke.

Ebenfalls war die Teilnahme an der Guayusa-Zeremonie (Trinken des traditionellen Tees – der Guayusa in den sehr frühen Morgenstunden), ein unbeschreiblicher Einblick in die Kultur der Menschen aus Sarayaku. Unsere Austauschpartner*innen zeigten uns, welche Möglichkeiten existieren, um Alltagsgegenstände aus reinen Naturmaterialien herzustellen. Die traditionelle Handarbeit macht es möglich, aus Pflanzenteilen wahre Kunstwerke zu erschaffen.  Besonders beeindruckend war, wie selbstverständlich Nachhaltigkeit und Gemeinschaft in Sarayaku gelebt werden. Diese besonderen gemeinschaftlichen Werte durften wir nicht nur beobachten, sondern selbst im Alltag und der Umgebung erleben. Natürlich blieb auch Zeit für gemeinsame Aktivitäten wie Wanderungen durch den Regenwald, sportliche Wettbewerbe wie Fußball und intensiven Kontakt mit unseren Austauschpartnern, bei denen schnell Freundschaften entstanden.
Nach unserem Austausch in Sarayaku hatten wir die Möglichkeit, auch andere Teile Ecuadors kennenzulernen – darunter Städte wie Quito, Puyo und Baños, die uns mit ihrer reichen Geschichte, lebendigen Kultur und atemberaubenden Natur begeisterten. In Quito ergab sich für uns die Möglichkeit, einen der aktivsten Vulkane der Welt bis zur Höhe der Schutzhütte auf nahezu fünftausend Metern zu besteigen. Zwischen kolonial geprägten Altstädten, Andenlandschaften und tropischem Regenwald wurde uns bewusst, wie vielfältig dieses Land ist. 

Der Austausch war für uns mehr als eine Reise: Er war ein interkultureller Dialog, ein Einblick in eine andere Lebenswelt und ein wertvolles Erlebnis, das uns persönlich sehr geprägt und unser Weltbild verändert hat. Wir kehren dankbar zurück – mit neuen Freundschaften, vielen neuen Perspektiven und dem Wunsch, das Gelernte in unseren Alltag mitzunehmen und an andere weiterzugeben.

Wir danken allen, die diese Reise möglich gemacht haben, insbesondere unseren Gastgeber*innen in Ecuador. 

Kawsak Sacha – lebender Wald bleibt für uns nicht nur ein Begriff, sondern ein Gefühl, das wir nie vergessen werden!

Die AG Ecuador

Ein paar weitere Eindrücke:

„Der Ecuador-Austausch war eine super Erfahrung, bei der ich sehr viel darüber gelernt habe, wie man auf der anderen Seite der Welt lebt. Mich hat besonders die Natur und das Zusammenleben mit der Natur fasziniert. Man ist dort so nah an der Natur, dass man richtig darin eintaucht. Der Nachthimmel zum Beispiel war stockdunkel und man konnte die Sterne sehen. Man hört und sieht die faszinierendsten Dinge. Ich konnte nicht genug davon kriegen.“

„Jeder Tag in Sarayaku brachte etwas Neues und Schönes, voller faszinierender Eindrücke  der ganze Aufenthalt war einfach unbeschreiblich toll🫂. Besonders beeindruckend fand ich die Minga am Wochenende, bei der das ganze Dorf zusammenarbeitete, sich gegenseitig half und gemeinsam die Wege und Plätze sauber hielt, dieses Engagement und Gemeinschaftsgefühl hat mich sehr bewegt.“

„In Sarayaku habe ich ein Gemeinschaftsgefühl erlebt, das stärker war als je zuvor, und ich wünschte mir, dass eine solche Verbundenheit überall auf der Welt zu spüren wäre. Die Natur in Ecuador war unglaublich schön und erstaunlich. Ich vermisse es, so einen schönen Anblick für 11 Tage gehabt zu haben.🌿“

„In Sarayaku konnte ich in eine andere Lebensrealität eintauchen, von der man sonst nur sehr wenig hört. Vor allem die Natur sowie die Naturverbundenheit der Leute und die vielfältigen Traditionen und Feste vor Ort haben haben mir sehr gefallen und werden mir lange im Gedächtnis bleiben.“

„Die Reise nach Sarayaku hat mir gezeigt, wie das Leben im Einklang der Natur möglich ist. Am meisten hat mir die Pflanzen und die Tierwelt im Regenwald gefallen, die sich von der im Deutschland stark unterscheidet, genauso wie die Kultur und der Tagesrhythmus der Menschen vor Ort.“

„Es war eine Reise, die mein Denken verändert hat. Die Abende mit meiner Familie waren für mich das tollste Erlebnis, weil sie einiges über ihren Alltag erzählt haben.“

„Ich fand die Eindrücke in Sarayaku sehr spannend und einprägsam. Vor allem die Gemeinschaft und Verbundenheit mit der Natur hat mir sehr gefallen, auch die Gastfreundschaft der Einheimischen war beeindruckend.“

„Mein Highlight in Sarayaku war unsere Teilnahme an der Guayusa Upina im Rahmen des Schulfestes. In dieser besonderen Tee-Zeremonie vor Sonnenaufgang werden die Träume erzählt und interpretiert. Es war beindruckend zu erleben, wie die „Alten“ den „Jungen“ das uralte Wissen der Vorfahren vermitteln.“

„Mich fasziniert, welches Selbstverständnis in Sarayaku gelebt wird. In Einklang mit der Natur leben bedeutet, nur zu nehmen, was man braucht, Flora und Fauna zu kennen für Nahrung, Medizin oder zur Konstruktion und sich im Alltäglichen an der Natur, von der man den ganzen Tag umgeben ist, zu orientieren beginnend beim Aufstehen. Eine wertvolle Erfahrung im Bezug darauf war es auch, sich und seine Bedürfnisse auf das Wesentliche zu reduzieren. Gerade dies tat mir sehr gut verglichen mit unserem Leben, in dem uns so oft dargestellt wird, was wir alles brauchen, kaufen und leisten sollen.“

Neue Schach-Spielplätze

18. November, 2025 | 15:15
In unserer Schulbibliothek gibt es jetzt etwas ganz Besonderes: zwei neue, einladende Plätze zum Schachspielen! Auf bequemen, leuchtend roten Sesseln können unsere Schülerinnen und Schüler nun in ruhiger Atmosphäre spannende Partien austragen, Taktiken ausprobieren oder einfach spielerisch entspannen.
 
Auch unsere neuen Fische im Bibliotheks-Aquarium sorgen dabei für eine angenehme, beruhigende Umgebung. Die ersten Kinder haben die neue Schachecke bereits neugierig eingeweiht – wie auf den Fotos gut zu sehen ist.
 
Wir freuen uns sehr über diese Bereicherung unserer Bibliothek und wünschen allen viel Freude beim Denken, Tüfteln und Spielen!
 
Nina Reinecke (mit ChatGPT),  18.11.25

Odoardo Galotti vor Gericht

10. November, 2025 | 19:10

Wenn Deutschunterricht lebendig wird, kann der Klassenraum schon mal zum Gerichtssaal werden. Die 11c führte eine fiktive Gerichtsverhandlung zum Drama „Emilia Galotti“ durch. Merle berichtet hier von den Erfahrungen als Gerichtsreporterin, Jordis gibt Einblicke über eine Zeichnung. 

Guastalla, 7. Februar 1772

Spannung und Aufregung liegen in der Luft, als die Türen des Gerichtssaals sich öffnen. Auf der Anklagebank sitzt der bürgerliche Odoardo Galotti, der am Vortag seine eigene Tochter Emilia, eine fromme, tugendhafte junge Frau, im Lustschloss des Prinzen erstach. Doch war es Mord oder ein verzweifelter Akt in der Gesellschaft? Wer ist wirklich schuld an Emilias Tod?

Zu Beginn der Verhandlung herrscht gespannte Ruhe. Die Richter nehmen ihre Plätze ein, während Odoardo still, fast starr wirkt.

Die Anklage tritt entschlossen auf: Odoardo wird vorgeworfen, mit klarem Kopf & Verstand, kaltblütig gehandelt zu haben. „Ein Vater, der das Leben seiner Tochter beendet, nur um die Ehre der Familie zu retten“, ruft eine Staatsanwältin in den Raum.

Die Verteidigung hingegen stellt Odoardo als Opfer der Gesellschaft dar. Ein Mann, der seine Tochter nach ihrer Aufforderung erlöste und ihr die Möglichkeit gab, noch in den Himmel zu kommen. „Nicht Odoardo ist schuld, sondern der Hof, von dem alles ausging“, entgegnet ein Verteidiger.

Nacheinander treten die Zeugen auf.

Claudia Galotti, die Mutter, glaubt, es handelt sich um eine Verschwörung und verweist auf die letzten Worte des ermordeten Grafen: „Marinelli“. Trotz Meinungsverschiedenheiten ist sie überzeugt davon, dass Odoardo ein guter und besorgter Vater für Emilia war.

Marinelli, der Vertraute des Prinzen, widerspricht Claudia überzeugend in diesem Punkt. Bei der Frage an ihn, ob er alles für den Prinzen machen würde, weicht er mit der knappen Antwort, dass der Prinz nun mal die höhere Macht sei, aus.

Gräfin Orsina, einst Geliebte des Prinzen, lässt große Anspannung im Saal entstehen. Mit selbstbewusster Stimme betont sie: „Der Prinz ist schuld! Seine Intrigen müssen aufgedeckt werden.“ Sie gibt zu, dass sie Odoardo die Mordwaffe übergab, diese aber für den eigentlichen Täter, den Prinzen gedacht war.

Mit jeder Aussage nimmt die Unruhe zu. Staatsanwälte, Richter und Verteidiger beginnen sich gegenseitig zu unterbrechen und rufen in den Saal hinein.

Die Verteidigung spricht davon, dass der Prinz Emilia schon vorher seelisch tötete und Emilia letztendlich selbst über ihren physischen Tod entschied.

Als Odoardo schließlich selbst auf dem Zeugenstuhl sitzt, ist der Saal ruhig und wartet gespannt seine Antwort ab. Doch in diesem Moment bekommt der Angeklagte keine klaren, sicheren Worte heraus und bestätigt nur seinen Schock.

Nach langen Beratungen kommt es zur Verkündung des Urteils. Doch die Richter kommen zu keinem Entschluss und sind davon überzeugt, dass Odoardo eine psychische Untersuchung benötigt, bevor ein Urteil getroffen werden kann. Im Saal entsteht eine gemischte Stimmung aus Verständnis und Entsetzen. Die Verhandlung endet. Doch die Frage, die alle bewegt, bleibt weiterhin offen: Ist Odoardo ein Mörder oder auch nur ein Opfer einer verdorbenen Gesellschaft?

Nina Reinecke, 10.11.25

Herzliche Einladung zum winterlichen Musik:Forum 2025

10. November, 2025 | 9:07

Liebe Mitglieder der Schulgemeinschaft,
wir laden alle herzlich zum diesjährigen winterlichen Kulturforum ein!

In diesem Jahr erwartet Sie/Euch ein neues, etwas anderes Format, und zwar das „Musik:Forum“. Statt einer großen Show in der Aula erleben unsere Besucher*innen die musikalische Vielfalt unserer Schule in bewegter Form – als Werkstatt- bzw. Laufkonzert.

In verschiedenen Räumen – von den Musikräumen bis zur Aula – präsentieren u.a. unsere Keyboardklassen, der Chor und die Schulband ihre winterlichen Beiträge.
Schlendern Sie von Raum zu Raum, genießen Sie die Musik und lassen Sie sich von der kreativen vorweihnachtlichen Atmosphäre verzaubern. Für das leibliche Wohl ist selbstverständlich gesorgt.

Datum: Do. 11.12.2025
Uhrzeit: ab 16:30 Uhr

Wir freuen uns auf einen stimmungsvollen Nachmittag mit vielen musikalischen Momenten und netten Begegnungen!

 

Rollende Erfahrungen

9. November, 2025 | 19:15
Erster Skateboarding-Kurs für die Oberstufe erfolgreich beendet – tolle Kooperation mit dem 2er e.V.
 
Mit viel Begeisterung endete der neue Sportkurs „Skateboarding“ für die Oberstufe. In Kooperation mit dem 2er e.V. konnten die Schüler*innen auf dem Vereinsgelände erste Erfahrungen auf dem Skateboard sammeln, Ängste überwinden oder ihre bereits vorhandenen Fähigkeiten ausbauen.
 
Die Schule bedankt sich herzlich beim 2er e.V. für die engagierte Kooperation und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit bei zukünftigen Kursen.
 
Steffen Wübben

Fünf neue Nachbarn mit Flügeln

1. November, 2025 | 8:30

Unsere Schulgarten-AG hat in diesem Herbst fünf neue Nistkästen für Meisen auf dem Schulgelände aufgehängt. Mit diesem Projekt möchten wir den heimischen Vögeln einen sicheren Brutplatz bieten und gleichzeitig einen kleinen, aber wichtigen Beitrag zum Schutz unserer heimischen Tierwelt leisten.

Meisen spielen eine bedeutende Rolle in unserem Ökosystem. Sie fressen Insekten und Larven, die Pflanzen schädigen können, und helfen so das ökologische Gleichgewicht zu erhalten. Außerdem tragen sie durch das Verteilen von Samen zur Vermehrung verschiedener Pflanzenarten bei. Indem wir Nistkästen aufhängen, schaffen wir Brutplätze, die den Vögeln Schutz und Platz zur Aufzucht ihres Nachwuchses bieten – besonders dort, wo natürliche Nistmöglichkeiten fehlen.

Das Projekt steht im Zusammenhang mit dem Nachhaltigkeitsziel SDG 15 „Leben an Land“, das den Schutz, die Wiederherstellung und die nachhaltige Nutzung von Landökosystemen fördert. Als Umweltschule möchten wir mit solchen Aktionen zeigen, dass Naturschutz im Kleinen beginnt direkt auf unserem Schulhof.

Nun hoffen wir, dass die neuen Nistkästen bald Mieter einziehen. Schaut gerne mal vorbei!

Lilli Ostermann (mit Schreib-Unterstützung von ChatGPT), 30.10.25

Projekttag Vielfalt öffnet Welten

12. Oktober, 2025 | 19:19

Am Donnerstag, dem 2. Oktober 2025, stand für die Schüler*innen der Jahrgänge 5 und 6 ein ganz besonderer Tag auf dem Stundenplan: der Projekttag Vielfalt. Der Projekttag wurde bereits zum dritten Mal von der Kulturgruppe organisiert, widmete sich der Vorbeugung und Thematisierung von unterschiedlichen Diskriminierungsformen (Anti-Ableismus, Anti-Lookismus, Anti-Klassismus, Anti-Rassismus und Anti-Sexismus.) So hatten alle Beteiligten an diesem Tag die Möglichkeit, verschiedene Aspekte der Diversität zu erleben. Ziel war es, gemeinsam zu entdecken und zu feiern, wie Vielfalt im Alltag, an unserer Schule und gesamtgesellschaftlich gelebt werden kann – respektvoll, offen und als Bereicherung.

Der Projekttag wurde im Rahmen des Schulentwicklungsprogramms SCHULE:KULTUR! organisiert und von der Kultur:Gruppe gestaltet. Diese Gruppe, besteht aus Schüler*innen, Lehrkräften, Eltern sowie dem Freizeitheim Linden als Kulturpartner*in.
Nach über einem halben Jahr Vorbereitungszeit war es am 2. Oktober endlich soweit und der Tag begann für die 5. und 6. Klassen mit einem gemeinsamen Frühstück im Klassenverband, bei dem die Schüler*innen nicht nur kulinarisch, sondern auch gedanklich einen Blick über den eigenen Tellerrand wagten. Anschließend starteten die Workshops, die das Herzstück des Projekttages bildeten. 20 verschiedene Angebote standen zur Auswahl: von kreativen Projekten, wie z.B. Comics, Graffiti und Theater, über sportliche Herausforderungen, z.B. wie Rollstuhlbasketball, Capoeira, WinTsung und Tanz, bis hin zu digitalen, kulturellen und sozialen Themen, wie z.B. Kochen, Vielfalt der Männlichkeiten, Selbstbewusstsein, Talkshow on air.

Externe Kulturpartner*innen, welche die Workshops leiteten, trugen wesentlich zum Erfolg des Tages bei, indem sie ihre Expertise und Perspektiven einbrachten. Aber auch Menschen aus der Schulgemeinschaft beteiligten sich an der Gestaltung des Programmes, wie z.B. Oberstufenschüler*innen die selbst einen Workshop konzipierten und durchführten.

Ein besonderes Highlight war die gestalterische Erweiterung des Vielfalt-Mosaiks im Foyer durch die neuen Jahrgänge. Das große Fensterbild, welches alle Besucher*innen beim Ankommen begrüßt, mach sichtbar macht, wie jede Klasse und jede*r Einzelne zum großen Ganzen beiträgt.

Das Projekt wurde gefördert von der Klosterkammer Hannover; dem Niedersächsischen Kultusministerium, dem Ministerium für Wissenschaft und Kultur, der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung in Niedersachsen, der Bundesakademie für Kulturelle Bildung und dem Niedersächsischem Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung im Programm SCHULE:KULTUR! Außerdem fand eine Unterstützung über die LiveApps – dem JugendKulturAbo in der Kulturellen Kinder- und Jugendbildung der Stadtteilkultur Hannover statt. Als Kulturpartnerin der Schule war das Freizeitheim Linden der Stadtteilkultur Hannover der Landeshauptstadt Hannover wie in den vergangenen Jahren wichtiger Teil des Projektes.

Insgesamt entstand ein Tag voller Begegnungen, neuer Perspektiven und gemeinsamer Erfahrungen – getragen von der aktiven Beteiligung vieler Mitglieder der Schulgemeinschaft, der Kulturpartnerin und externer Kulturschaffender. Der Projekttag Vielfalt hat einmal mehr gezeigt: Vielfalt ist eine Stärke – und sie macht unser Schulleben reicher, bunter und spannender.
Besonders zu betonen ist, dass der Projekttag zum dritten Mal stattfinden konnte und inzwischen ein wichtiger Teil der Schulentwicklung des Gymnasiums Limmer ist. Er leistet einen Beitrag zur Stärkung einer weltoffenen, demokratischen Gesellschaft. In einer Zeit, in der die Werte der Demokratie herausgefordert werden, setzt die Schule mit diesem Projekt ein klares Zeichen für Toleranz, Respekt und die Akzeptanz von Vielfalt.

Nele Schmidt, 10.10.2025

Selbstversuch Demokratie

12. Oktober, 2025 | 19:09

Am Dienstag, dem 07.10.25, nahm die Klasse 7E im Rahmen ihrer Projektwoche unter dem Motto „Prävention“ an dem Workshop „Selbstversuch Demokratie“ von Florian Frenzel teil.

Zu Beginn haben wir einen Stuhlkampf in Kleingruppen gegeneinander geführt. Dabei hatten wir verschiedene Aufgaben zu erfüllen und durften dabei aber nicht sprechen. Das war gar nicht so einfach und am Ende hatten alle Gruppen ihre Aufgabe fast gleich gut erfüllt. Mit Kommunikation wäre das aber viel leichter und schneller gegangen.

Danach haben wir uns überlegt, was wir gerne für ein Thema unterrichtet bekommen würden, wenn wir für einen Schultag den Unterrichtsinhalt bestimmen dürften. Da hatten wir viele Idee und konnte sie am Ende in vier Gruppen bündeln: Handwerk/ Kochen/ Ernährung, Natur, Politik/ Steuern/ Sprachen/ Lerntechniken, Sport/ Glück. In selbstgewählten Kleingruppen bereiteten wir dann Kurzvorträge vor, in denen wir unterstützt durch Plakate die restliche Klasse davon überzeugen wollten, dass unser Thema das Wichtigste sei.

Innerhalb von 30 Minuten stellten wir quasi ein Wahlplakat, eine Rede und Wahlziele auf, um sie dann in einer „Bundestagssitzung“ vorzustellen. Der „Bundestagspräsident“ Florian Frenzel erklärte uns, dass bei einer Rede im Bundestag von den Zuschauern der Wunsch nach Zwischenfragen per Handzeichen gezeigt werden darf und die Sprechenden diese Zwischenfrage explizit erlauben müssen. Erst dann darf die zuschauende Person aufstehen und ihre Frage äußern. Bis zum Ende der Antwort wird dann aus Respekt vor der antwortenden Person stehen geblieben. Und so ergab sich eine intensive Auseinandersetzung, bei der am Ende die kleinste „Partei Natur“ die meisten neuen Unterstützenden gewinnen konnte.

Gemeinsam haben wir an diesem Tag spielerisch verstanden, warum wir manchmal von der Politik den Eindruck haben, dass sie nur reden und nichts machen, denn ohne Reden geht gar nichts und mit Reden verfliegt die Zeit wie im Flug.

Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Florian Frenzel für den interaktiven und spannenden Tag.

Sarah Rossmann, 10.10.25

Konzert-Besuch der 8a

4. Oktober, 2025 | 7:52
Am Montag, dem 29. September 2025 besuchten wir gemeinsam mit unserer Musiklehrerin Frau Niehues ein Konzert im Opernhaus. Wir hörten „Waves”, ein Werk von dem französischen Komponisten Pascal Dusapin. Es wurde als Duo für Orgel und Orchester komponiert, wobei das Orchester bewusst als eine Einheit, welche der Orgel gegenüber steht, verstanden wird.
 
Nach einer kurzen Einführung im Klassenraum ging es schon los. Mit der Straßenbahn fuhren wir in die Stadt und kamen kurz darauf am Opernhaus an. Ein Gruppenfoto vor dem Gebäude war Pflicht, dann betraten wir das Opernhaus. Wenig später begann das Konzert. Es gab sehr viel Moderation und viele interessante Informationen zu dem Werk, aber auch zu der Orgel und den Instrumenten im Orchester. Das Publikum wurde auf eine spannende Art mit einbezogen. Zum Schluss spielte das Orchester noch ein längeres Stück aus dem Werk.
 
Insgesamt war der Konzertbesuch schön, spannend und interessant. Die Musik hat allen sehr gefallen, das riesige Orchester war beeindruckend.
 
Vielen Dank an die Musiker*innen und das Team Exchange der Staatsoper Hannover.
 
David, 8a

Frederick sammelt Glitzer-Camp-Momente

8. September, 2025 | 7:12
Camp-Glück, WPU Glück 10: Alle sammelten Holz, Wasser, Kochtöpfe und Zelte. Alle waren beschäftigt, zu bauen, zu tragen, zu kochen. Nur Frederick saß still und sah in die Sonne.
 
„Frederick, warum arbeitest du nicht?“ fragten die anderen.
 
„Ich sammle Glitzer-Momente“, sagte er leise. „Farben und Stimmen, Mut und Gemeinschaft. Das braucht man, wenn es wieder dunkel und grau wird.“
 
Und so begann Frederick zu sammeln.
 
Er sammelte das erste Lachen am Morgen, wenn die Sonne golden durch die Hüttenfenster fiel. Er sammelte die Stimmen, die sich im Gesang vereinten, während die Gitarre von Herrn Hagemann die Melodien trug. Er hörte das Knistern des Feuers, wenn Stockbrot gebacken wurde und Geschichten im Kreis geteilt wurden. Er spürte die Stille der Meditation, wenn Frau Reinecke die Gedanken sanft zur Ruhe brachte.
 
Er nahm den Geruch des Waldes auf, wenn einige mutige Kinder dort übernachteten, den Regen hörten und trotzdem warm beieinander lagen. Er trug das Herzklopfen der Nachtwanderung mit sich, die Schritte im Dunkeln, das Lachen, wenn die Trommeln den Weg wiesen. Er bewahrte das Staunen im Hühnerstall, das Eierstempeln, das Sortieren, den Traktor, und das Gefühl: aus Fehlern kann man lachend lernen.
 
Er merkte sich, wie Hände Gemüse schnitten, wie Feuerbälle gedreht, wie Pudding gerührt wurde – und wie alle zusammen immer satt wurden. Er sammelte das Gefühl, wenn Freundschaften wuchsen, wo vorher kaum ein Wort war. Er hörte die leisen Gespräche bei Spaziergängen mit der Försterin, mit Lehrern, mit Freunden, Worte, die sonst selten Platz fanden.
 
Frederick legte auch die Abende in sein Herz, die Abende voller Lachen, voller Spiele, Schnitzen, Holz hacken, Kochen und Singen. Er spürte, wie jeder seinen Platz fand: im Feuerteam, in der Küche, in Gesprächen, im Lachen. Er trug das Glitzern der Augen mit sich, wenn alle merkten: wir sind eine Gemeinschaft, wir halten zusammen.
 
Und als das Camp zu Ende ging, war es still. „Frederick, was machst du jetzt?“ fragten die anderen.
 
Da schloss Frederick die Augen. Und er begann zu erzählen – vom Wald, vom Feuer, von Mut und Freundschaft, vom Singen, vom Regen, vom Lachen, vom Glitzer.
 
Und während er sprach, sahen alle die Farben wieder, hörten das Knistern, spürten die Wärme der Gemeinschaft.
 
Und alle wussten: Diese Glitzer-Momente sind stärker als Regen. Sie leuchten in uns – für immer. ✨
 
Ho!
 
Nina Reinecke für den Glücks-Kurs 10, 08.09.2025