Kreatives Schreiben: Blick aus dem Fenster

7. April, 2020 | 19:46

Auf Anregung von Kollegin Kristina Rehr hat sich Adam Atieh aus der 7d der Herausforderung des kreativen Schreibens gestellt. Der erste ist ein „Fenstertext“ (Anregung war: Stell dir vor, du gehst durch ein Straße und überlegst dir, was hinter den Fenstern vorgeht…) und das zweite ein Gedicht zur derzeitigen Situation.


Der Blick aus dem Fenster

In den Hochhäusern sitzen wahrscheinlich manche an Hausaufgaben, die anderen an sozialen Netzwerken. Es gibt bestimmt auch welche, die ein Gesellschaftspiel spielen, laufen gehen oder essen. Dann gibt es noch diejenigen, die auf der Terrasse sitzen, Bücher lesen und bei schönem Wetter grillen. Für die einen ist es äußerst langweilig, für andere nicht. Viele machen sich Sorgen um ihre Bildung und die Frage, wann die Schule wieder anfägt, manche nicht. Manche haben Sorgen, dass sie am Corona-Virus erkanken, einzelne sehen in der Infektion die Chance für ein starkes Immunsystem.
Die einen wollen ihre Freunde wiedersehen, den anderen reicht ein virtuelles Treffen. Im 25. Stock eines Wolkenkratzers freuen sich die Zwillinge, dass sie lange Ferien haben. Der Junge mit dem Asthma demgegenüber „darf bloß nicht rausgehen“, betont seine um ihn besorgte Mutter. Die Friseurmeisterin Franziska bangt um ihr Haarstudio. Ich weiß es nicht, wann sie mir wieder die Haare schneiden kann. Im Dachgeschoss eines Reihenhauses am Stadtrand findet der 12-jährige Junge beim Musizieren an seinem Schagzeug einen Fluchtweg aus der Langeweile. Die Jungen aus der Clique sind überglücklich, dass sie stundenlang PS4 spielen können. Einige Menschen „hamstern“, die anderen kümmern sich vermehrt um ihr Haustier. Es herrscht ein Wechselbad der Gefühle. Tränen hier, lautes Lachen dort. So viele Sorgen und Nöte in den Häusern, aber gleichsam auch viel Freude.
Mit den vorgegebenen Einschränkungsmaßnahmen gehen viele gewissenhaft um, die wenigsten halten sich nicht daran. Ob es Ignoranz oder Gleichgültigkeit derjenigen ist, vermag ich nicht zu beurteilen.
Solidarität nimmt bei vielen in diesen Zeiten einen großen Stellenwert ein, bei wenigen dagegen eher nicht. Durch die Krise ist eins klar geworden: Vor dem Virus sind alle Menschen gleich. Dieses unterscheidet nicht zwischen Hautfarbe, Religion oder Nationalität. Nur ein globaler menschlicher Zusammenhalt besiegt das Virus. Und das eint die Weltgemeinschaft, egal wie man mit der Situation auch umgeht. Jeder auf seine Weise, aber für Egoismus bleibt kein Raum…

 

Das ewige Warten

Eingesperrt zuhause haben wir schon jegliches Zeitgefühl verloren,

Es scheint, als sei die ganze Welt eingefroren.

Man fängt an, Dinge anders zu sehen.

Manche fangen regelrecht an durchzudrehen.

 

Andere öffnen erst jetzt die Augen.

Wollen alle schönen Momente draußen aufsaugen.

Möchten mit Fotos Augenblicke festhalten,

Ohne dabei großen Wirbel zu veranstalten.

 

Verändert hat sich alles in kurzer Zeit.

Gern besuchte Plätze, Straßen und Gassen gehören nun der Vergangenheit.

In dieser Zeit muss man stillehalten,

doch die Nationen und Länder sind gespalten.

 

Was wird mit den Menschen in Zukunft passieren?

Werden sie ihr Hab und Gut verlieren?

Man geht recht schlecht mit der Krise um.

Viele Menschen sind geradezu dumm.

 

Die Angst vor Ansteckungen ist enorm.

In dieser Lage Schwachen zu helfen, ist für viele kein Ansporn.

Die Regierung lässt die Menschen im Stich,

Viele Menschen sind daher außer sich.

 

Empört über das ganze Geschehen

und es sind keine Lösungen zu sehen.

Die Obdachlosen sind am schlimmsten betroffen.

Ohne Hilfe bleibt ihnen nur das Hoffen.

 

Wann nimmt das Ganze ein Ende?

Wann kommt endlich die lang ersehnte Wende?

Was allen gemeinsam nur bleibt ist Zuversicht.

Solidarität, die letztlich die Krise bricht.

Limmer ist da

2. April, 2020 | 10:47

Das Gymnasium Limmer möchte ein aktuelles Angebot vorstellen: Schüler*innen, die Fragen, kleine Sorgen oder größere Probleme haben, können sich gerne per E-Mail an uns wenden:
limmeristda@gmx.de

Wenn du uns deine Telefonnummer schreibst, rufen wir dich an.

Mue, 02.04.2020

Buchrückenpoesie

27. März, 2020 | 12:07

Eine tolle Idee zum kreativen Zeitvertreib kommt von Kaja aus der 7d: Buchrückenpoesie. Sucht euch Bücher mit verschiedenen Titeln und formt daraus einen Stapel der ein Gedicht ergibt, wenn man alle Titel liest. Kleiner Tipp: es muss sich nicht reimen.

Mue, 27.03.2020

Nachrichten von Patricia Gualinga

25. März, 2020 | 8:56

Dank der großen Mühe der Menschen des Dorfes und der internationalen Solidarität ist nach 6 Tagen nach den Überschwemmungen (trotzt Pandemie) die erste Hilfe in Sarayaku eingetroffen. Wir haben das  Ziel noch nicht erreicht aber wir werden es mit eurer Hilfe schaffen!  

Vielen Dank an alle Spender, vom ganzen Herzen!

Patricia Gualinga

Neuigkeiten Notbetreuung

23. März, 2020 | 13:08
Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte!
Die Notbetreuung in der aktuellen Situation dient dazu, Kinder aufzunehmen, deren Erziehungsberechtigte in sog. kritischen Infrastrukturen tätig sind. Hierzu gehören insbesondere Beschäftigte aus den Bereichen Pflege, Gesundheit, Medizin sowie öffentliche Sicherheit (Polizei, Pflege, Rettungsdienste, Feuerwehr, Katastrophenschutz).
Die Notbetreuung wird folgendermaßen erweitert: Ab sofort können Kinder auch dann in die Notbetreuung aufgenommen werden, wenn allein eine Erziehungsberechtigte oder ein Erziehungsberechtigter zu einer der o.a. Berufsgruppen zu rechnen ist.
In den Osterferien werden wir in besonderen Bedarfssituationen ebenfalls weiter eine Notbetreuung in Kleingruppen anbieten.
Wenn Sie zu einer der o.g. Berufsgruppen gehören und Ihr beruflicher Einsatz in der aktuellen Situation eine Betreuung Ihres Kindes notwendig macht, melden Sie Ihren Bedarf für diese Woche bitte schnellstmöglich, für die Osterferien bitte bis Donnerstag, 26.03.2020 telefonisch (0511/168-30760) oder per Email (gylimmer@hannover-stadt.de) im Sekretariat an.
Bleiben Sie gesund!
Herzliche Grüße
Wencke Hedderich, Schulleiterin
 

Du kannst in der Krise helfen!

22. März, 2020 | 14:16

Im Moment ahnen wir alle, was es heißt in einer Krisensituation zu leben. Es gibt jedoch nicht nur Corona, sondern auch noch andere Krisen – eine sehr schlimme Situation erlebt gerade die Bevölkerung in Amazonien mit der wir als Schule eine Partnerschaft haben. Unsere Kollegin Olga Diez informiert euch in diesem Brief:

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Liebe Schulgemeinschaft,

ich habe heute Patricia Gualinga kontaktiert, um weitere Schritte unserer Partnerschaft mit Sarayaku (Ecuador) zu besprechen und habe mit Schrecken erfahren, dass sie seit vorgestern an den Folgen der schlimmsten Überschwemmung ihrer Geschichte leiden. Als die indigene Bevölkerung im Amazonien damit beschäftigt war, das Eindringen des Coronavirus in ihren Territorien zu vermeiden, ist der Fluss Bobonaza über die Ufer getreten und hat hunderte Familien ohne Heim gelassen. Auch ihre Felder wurden zerstört und die Schulen komplett mitgerissen. Es ist die schlimmste Flut, die durch den Klimawandel und die Waldrodung verursacht wurde.

Die weltweite Pandemie durch den Corona Virus macht die Situation noch schlimmer, weil die Behörden und Hilfsorganisationen überlastet sind und wenig Mittel haben, um auch noch auf diese Naturkatastrophe zu reagieren.

Die indigene Bevölkerung kämpft seit Jahren mit aller Kraft gegen den Klimawandel und jetzt brauchen sie unsere Hilfe.

Alle Spenden werden direkt zu den Betroffenen durch Amazon Watch transferiert. Schon mit einer kleinen Spende können wir Nina Gualinga dem Ziel den Familien in Sarayaku Lebensmittel, Kleidung und ein neues Heim zu geben ein Stückchen näher bringen. Wenn ihr nicht spendet, könnt ihr diese Nachricht auch gerne an andere weiterleiten. Die Situation bekannt zu machen hilft auch sehr!

Vielen Dank für eure Solidarität!

Liebe Grüße und passt auf euch auf

Olga Diez

Hier könnt ihr helfen: https://www.gofundme.com/f/indigenous-communities-flooding-amazon