Der Wahlpflichtkurs Glück des 10. Jahrgangs bereitet gerade ihr großes Abschlussprojekt zu einem Herzenswunsch vor. Dafür befassen sich die Schüler*innen mit dem Sinn des Lebens und lesen in dem Zusammenhang das Buch „Nichts. Was im Leben wichtig ist“ von der dänischen Autorin Janne Teller.
Hier lassen uns Mert und Jupp daran teilhaben und erläutern, inwieweit sich das Buch für den Einstieg in philosophisches Denken eignet.
Mert: „Das Buch „Nichts – Was im Leben wichtig ist“ von Janne Teller ist besonders geeignet für Leser*innen, die gern über große Fragen nachdenken. In der Geschichte sagt Pierre Anton, dass nichts im Leben eine Bedeutung hat. Damit bringt er seine Klasse zum Nachdenken. Plötzlich fragen sich alle: Was ist wirklich wichtig? Hat unser Leben einen Sinn? Warum tun wir, was wir tun? Das Buch gibt keine einfachen Antworten. Stattdessen zeigt es, wie schwer es ist, den Sinn des Lebens zu finden. Beim Lesen denkt man automatisch selbst über diese Fragen nach. Deshalb ist ‚Nichts‘ gut für Menschen, die sich für Philosophie interessieren: Es stellt wichtige Fragen über das Leben und fordert uns heraus, eine eigene Meinung zu bilden.“
Jupp: „Der Roman „Nichts. Was im Leben wichtig ist“ von Janne Teller ist mehr als nur ein Buch. Es ist ein perfektes Lernbeispiel für Philosophen. Im Mittelpunkt steht ein Junge namens Pierre Anthon. Er fällt aufgrund seiner Äußerung „Nichts bedeutet etwas“ besonders auf. Mit dieser provokanten Äußerung wird er von Philosophen mit Friedrich Nietzsche gleichgesetzt, welcher ebenfalls mit kritischen Aussagen berühmt wurde. Beide wollen zum Denken anregen und die jetzigen Werten infrage stellen. Während Nietzsche selbst nach neuen Werten sucht, zeigt Pierre Anthon keine Bereitschaft, neue Werte zu finden. Ab diesem Zeitpunkt fängt das philosophische Experiment an. Wie schon das Höhlengleichnis von dem Philosoph Platon zeigte, versucht die Klasse in der Geschichte von J. Teller, Pierre Anthon vom Gegenteil zu überzeugen. Die Klasse versucht, mit dem Berg der Bedeutung zu beweisen, dass alles einen Wert hat. Doch je weiter das Projekt voranschreitet, desto gefährlicher werden die Gegenstände. So zeigt dieser Roman, dass Gruppenzwang, gefährliche Moralvorstellung und gesellschaftliche Normen entstehen können, sobald neue, andere, vermeintlich falsche Meinungen zum Vorschein kommen.“
