Am 13. Mai 2026 besuchte der 10. Jahrgang, wie schon in den letzten Jahren, die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Bergen-Belsen. Nach Ankunft mit dem Bus durften sich die Klassen in unterschiedlichen Gruppen mit Expert*innen, mit der Geschichte der Gedenkstätte beschäftigen.
Zuerst wurden nicht nur allgemeine Kenntnisse zum Nationalsozialismus abgefragt, sondern auch mit Positionierungsfragen ein Bezug zur aktuellen politischen Lage in Deutschland geschaffen. Anschließend lernten die Gruppen mithilfe von Lageplänen aus der Zeit, die Entwicklung des Lagers im Nationalsozialismus kennen. Dabei erfuhren die Zehntklässler*innen viel über die unmenschlichen und grausamen Bedingungen, unter denen Zehntausende Menschen allein nur in Bergen-Belsen leiden und sterben mussten.
Nach der Einführung gingen die verschiedenen Gruppen mit ihren Expert*innen über das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers. Besonders eindrucksvoll war dabei, echte Grundfundamente der Baracken zu sehen und sich somit, zumindest ein bisschen, die Wohnsituation zur damaligen Zeit erdenken zu können.
Später, nach einer kurzen Mittagspause, ging es in dem dazugehörigen Museum weiter. Obwohl die Zeit für das ganze Museum etwas zu kurz war, konnten wir viele besondere und emotionale Einblicke in die Geschichten von Überlebenden erleben. Jede einzelne Geschichte, egal ob als Interview oder in schriftlicher Form, übermittelt das Gefühl von extremer Angst und Machtlosigkeit zur damaligen, aber auch heutigen Zeit. Für viele war die Ausstellung sehr emotional und überwältigend.
Am Ende wurde noch die Frage diskutiert, ob und wie viele Menschen zur damaligen Situation Bescheid wussten und dennoch nichts taten und wem eigentlich noch die Schuld zugewiesen werden müsste.
Der Besuch der Gedenkstätte hat bei vielen einen bleibenden Eindruck hinterlassen und zeigt deutlich, wie wichtig es ist, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen und sich heute gegen Rassismus, Antisemitismus und Ausgrenzung einzusetzen.



