Konzeptionelle Einbindung

Konzeptionelle Einbindung

Das Vertretungskonzept ist fester Bestandteil des Schulkonzepts am Gymnasium Limmer. Es dient der Qualitätssicherung von fach- und klassenfremd erteilten Vertretungsstunden sowie der organisatorischen Entlastung. Dies gelingt durch ein in allen Klassen einheitlich geregeltes Konzept, welches die Bereitstellung von Material zur Bearbeitung von Aufgaben für die entsprechenden Vertretungsstunden vorsieht. Die fachliche Angliederung des Vertretungsmaterials ist jahrgangsspezifisch festgelegt.

Einsatz von Vertretungslehrkräften

Im Schulalltag kann es immer wieder zu Unterrichtsausfällen kommen, bei denen die Vertretung durch eine andere Lehrkraft notwendig wird. Im Idealfall wird der Unterricht durch eine andere Fachlehrkraft der Klasse vertreten, sodass der Unterrichtsausfall durch einen anderen Fachunterricht ersetzt wird.

Ist eine fachsubstituierende Vertretung nicht möglich, wird der Unterricht von einer Lehrkraft vertreten, die keinen Fachunterricht in der Klasse erteilt.

Bearbeitung von fachbezogenem Material bei vorhersehbarem Unterrichtsausfall

Bei vorhersehbarem, ggf. auch längerem Unterrichtsausfall ist durch die Fachlehrkraft zur Gewährleistung der fachlichen Weiterentwicklung nach Möglichkeit anzustreben, den Schüler*innen fachbezogenes Material zur selbstständigen weiteren Erarbeitung oder Vertiefung für den Zeitraum des vorhersehbaren Unterrichtsausfalls zur Verfügung zu stellen. Dieses Material oder die zu erarbeitenden Aufgabenstellungen erhalten die Schüler*innen im Vorfeld des Unterrichtsausfalls durch die Fachlehrkraft oder den Lernplan, so dass keine Organisation und Lenkung durch die Vertretungslehrkraft notwendig ist. Sofern vorhanden, wird lediglich das Lösungsmaterial an die Vertretungslehrkraft gegeben.

Anschaffung, Bearbeitung und Lagerung des allgemeinen Vertretungsmaterials

Ist im Rahmen einer Vertretungsstunde weder die Bearbeitung von vorbereitetem fachbezogenem Material, noch die Erteilung von fachsubstituierendem Unterricht möglich, bearbeiten die Schüler*innen Aufgaben im Rahmen des Vertretungskonzepts. Das notwendige Material muss durch die Erziehungsberechtigten angeschafft werden und zu Beginn des Schuljahres zur Verfügung stehen. Dies wird zu Beginn des Schuljahres durch die Klassenlehrkräfte überprüft. Die Lagerung der Materialien erfolgt im Klassenraum, um eine Bearbeitung auch bei unvorhergesehenen Vertretungsstunden zu gewährleisten.

Ausgestaltung des Vertretungskonzepts

Im Rahmen des Vertretungskonzeptes soll in den Jahrgängen 5 bis 8 die Sprach- und Lesekompetenz der Schüler*innen gefördert und gefordert werden. Sie stellt eine Schlüsselkompetenz für den Zugang zu Informationen aller Fachbereiche dar und bedarf somit gerade zu Beginn der Sekundarstufe I besonderer Aufmerksamkeit, um heterogene Eingangsvoraussetzungen bestmöglich auf- und auszubauen. Im 9. Jahrgang liegt der Schwerpunkt auf dem Fach Mathematik.

Zur Förderung und Forderung der schriftsprachlichen Kompetenz bearbeiten die Schüler*innen in individueller Arbeitsgeschwindigkeit während der Vertretungsstunden Aufgaben aus einem Arbeitsheft.

Jahrgänge 5 / 6

Abschreiben erwünscht“ 5/6, Cornelsen ISBN 3-464-61822-6

Die Lösungshefte werden hierzu zu Beginn mit dem Namen versehen und durch die Deutsch- bzw. Englischlehrkraft eingesammelt. In einem Ordner werden alle Lösungshefte zur Selbstkontrolle zur Verfügung gestellt. Es soll jedoch vermieden werden, dass die Lösungshefte bereits während der Erarbeitung der Aufgabenstellungen genutzt werden.

Jahrgänge 7 / 8

English G Access Wordmaster Vokabelübungsheft, ISBN 978-3-06-033082-9

Hinweise zur Bearbeitung finden sich auf den letzten Seiten des Arbeitsheftes; diese stellen jedoch keine konkreten Lösungen dar.

Jahrgang 9

Kompetenztest Mathematik 2 Bundesausgabe ab 2006 Arbeitsheft | Klassen 7/8, ISBN: 978-3-12-740487-6

Am Ende des Heftes finden sich ausführliche Lösungen, mit denen die Schüler*innen ihre Ergebnisse eigenständig vergleichen können.

Zur Förderung und Forderung der Lesekompetenz ist von den Eltern zu Beginn des Schuljahres ein Roman anzuschaffen, welcher ebenfalls in der Schule verbleibt und im Rahmen der Vertretungsstunden als Lektüre dient. Diese Liste ist bei Bedarf zu evaluieren und anzupassen. In den Jahrgängen 5 und 6 sind deutsche Romane verpflichtend, zusätzlich können die Schüler*innen englische Romane wählen. In den Jahrgängen 7 und 8 sind englische Romane verpflichtend, zusätzlich können die Schüler*innen deutsche Romane wählen. Im Jahrgang 9 ist der Mathematik-Roman verpflichtend, zusätzlich können die Schüler*innen deutsche und / oder englische Romane wählen.

Ist die Lektüre eines Romans beendet, können die Werke entweder untereinander ausgetauscht oder ein weiterer Roman angeschafft werden. Eine Abweichung von den Romanvorschlägen ist dabei möglich, muss jedoch zuvor individuell mit der Deutsch- bzw. Englischlehrkraft abgestimmt werden, um eine angemessene literarische Qualität zu gewährleisten.

Verbindliche Vorgaben für die Arbeit mit dem Vertretungskonzept (sofern keine fachsubstituierende Vertretung möglich ist):

1. Stunde

Die Schüler*innen arbeiten im Arbeitsheft.

2. Stunde

Die Schüler*innen arbeiten im Arbeitsheft oder lesen in ihrem Roman.

3. Stunde

Die Schüler*innen arbeiten im Arbeitsheft, lesen in ihrem Roman oder widmen sich in Absprache mit der Vertretungslehrkraft ihren Hausaufgaben, dem Vokabellernen.

4. Stunde

Gestaltung der Stunde durch eine Idee der Vertretungslehrkraft.

Vertretungsstunden mit fachfremder Lehrkraft sind reine Einzelarbeitsstunden. Die Vertretungslehrkraft steht für auftretende Fragen unterstützend und hilfegebend zur Verfügung.

Gespräche untereinander, Partnerarbeit oder Gruppenarbeit sind nicht möglich. Sollten Schüler*innen nicht konzentriert in ihrem Roman lesen, können sie von der Vertretungslehrkraft angewiesen werden, im Arbeitsheft zu arbeiten.

Hinweise zum Vertretungsmaterial finden Sie hier.