Nachrichten von Patricia Gualinga

25. März, 2020 | 8:56

Dank der großen Mühe der Menschen des Dorfes und der internationalen Solidarität ist nach 6 Tagen nach den Überschwemmungen (trotzt Pandemie) die erste Hilfe in Sarayaku eingetroffen. Wir haben das  Ziel noch nicht erreicht aber wir werden es mit eurer Hilfe schaffen!  

Vielen Dank an alle Spender, vom ganzen Herzen!

Patricia Gualinga

Du kannst in der Krise helfen!

22. März, 2020 | 14:16

Im Moment ahnen wir alle, was es heißt in einer Krisensituation zu leben. Es gibt jedoch nicht nur Corona, sondern auch noch andere Krisen – eine sehr schlimme Situation erlebt gerade die Bevölkerung in Amazonien mit der wir als Schule eine Partnerschaft haben. Unsere Kollegin Olga Diez informiert euch in diesem Brief:

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Liebe Schulgemeinschaft,

ich habe heute Patricia Gualinga kontaktiert, um weitere Schritte unserer Partnerschaft mit Sarayaku (Ecuador) zu besprechen und habe mit Schrecken erfahren, dass sie seit vorgestern an den Folgen der schlimmsten Überschwemmung ihrer Geschichte leiden. Als die indigene Bevölkerung im Amazonien damit beschäftigt war, das Eindringen des Coronavirus in ihren Territorien zu vermeiden, ist der Fluss Bobonaza über die Ufer getreten und hat hunderte Familien ohne Heim gelassen. Auch ihre Felder wurden zerstört und die Schulen komplett mitgerissen. Es ist die schlimmste Flut, die durch den Klimawandel und die Waldrodung verursacht wurde.

Die weltweite Pandemie durch den Corona Virus macht die Situation noch schlimmer, weil die Behörden und Hilfsorganisationen überlastet sind und wenig Mittel haben, um auch noch auf diese Naturkatastrophe zu reagieren.

Die indigene Bevölkerung kämpft seit Jahren mit aller Kraft gegen den Klimawandel und jetzt brauchen sie unsere Hilfe.

Alle Spenden werden direkt zu den Betroffenen durch Amazon Watch transferiert. Schon mit einer kleinen Spende können wir Nina Gualinga dem Ziel den Familien in Sarayaku Lebensmittel, Kleidung und ein neues Heim zu geben ein Stückchen näher bringen. Wenn ihr nicht spendet, könnt ihr diese Nachricht auch gerne an andere weiterleiten. Die Situation bekannt zu machen hilft auch sehr!

Vielen Dank für eure Solidarität!

Liebe Grüße und passt auf euch auf

Olga Diez

Hier könnt ihr helfen: https://www.gofundme.com/f/indigenous-communities-flooding-amazon

Wohlfühlen mit mehr Grün

14. Februar, 2020 | 19:32

14.12.2020, 17.15 Uhr: Wir befassen uns um Werte und Normen Unterricht im 5. Jahrganggerade mit dem Thema Glück und wollten gemeinsam etwas dazu beitragen, dass es in den Klassen unserer Schule noch mehr davon gibt.

Forscher haben herausgefunden, dass schon einige Topfpflanzen in den Klassenzimmern zu einer besseren (Lern-)Atmosphäre beitragen.

Deswegen machten wir gemeinsam mit dem Freizeitheim Linden das Projekt „Wohlfühlen mit mehr Grün!“ bei dem wir zunächst Blumentöpfe kreativ gestalteten und diese dann mit Pflanzen aus dem Schulbiologiezentrum bepflanzten. Diese Pflanzen haben wir dann an alle Klassen der Schule verschenkt und auch an einigen anderen Orten aufgestellt.

Jedes Kind könnte sich seine ganz persönliche Wohlfühl-Pflanze für den heimischen Arbeitsplatz auch mit nach Hause nehmen.

Das Projekt hat allen Beteiligten viel Freude gemacht.

Nina Reinecke und Kristina Rehr

Kinderrechte selbstständig entdecken

16. Dezember, 2019 | 14:12

Kinder haben das Recht auf Beteiligung, der Fachbegriff dafür lautet Partizipation. Im Unterrichtsfach Werte und Normen setzen sich unsere Schüler*innen mit dem Thema Kinderrechte auseinander – und das sehr selbstbestimmt.

Der Werte und Normen Kurs der Klassen 6a und 6c haben in einem projektorientierten Unterricht zunächst gemeinsam überlegt, was sie am Thema Kinderrechte interessiert und dann entschieden was sie dazu erarbeiten wollen. Die begleitende Lehrerin, Nina Reinecke, verstand sich in diesem Lernprozess als Lernbegleiterin, die die Kinder dabei unterstützte ihre eigenen Vorhaben gut umzusetzen.

Die ausgewählten Projekte waren sehr unterschiedlich: Es wurden Geschichten geschrieben, Comics gestaltet, Plakate entwickelt, eine Umfrage an unseren Partizipationstafeln durchgeführt sowie eine Kreide-Aktion auf dem Schulhof durchgeführt. Es entstand sogar die Idee eine kleine Demonstration zu organieren, mit der die Kinder auf ihre Rechte aufmerksam machen wollten.

Den Beteiligten hat diese offene-partizipative Form des Unterrichts Freude gemacht und sie haben dabei viel gelernt – nicht nur fachlich, sondern auch in den wichtigen Bereichen Verantwortung, Teamarbeit und Selbststeuerung.

Burger essen – ein FAIRgnügen?

15. Dezember, 2019 | 17:42

Wie viele Tiere essen wir Deutschen im Durchschnitt? Wie viel Platz haben Mastschweine im Stall? Und würdest du einen Hund genauso essen wie ein Huhn aus dem eigenen Garten?

Diese und weitere Fragen rund um die Ernährung in Deutschland hat die Klasse 8b beim Workshop „Ist wirklich jeder Burger ein Fair-gnügen“ diskutiert. Dabei half uns das Bildungswerk Kronsberghof in Kooperation mit dem Jugend Kultur Abo Hannover (LIVEAPPS). 

Grußbotschaft der SV nach Kenia (Ostafrika)

27. November, 2019 | 16:53

Im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüro der Stadt Hannover haben wir die Möglichkeit bekommen fair gehandelte Bälle aus dem Sortiment der Fairtrade-Town Hannover zu erhalten. Unsere Schülervertretung und die damalige Klasse 7b haben dieses Geschenk zum Anlass genommen, um eine Grußbotschaft an kenianische Schüler*innen zu senden. Sie unterschrieben die Bälle, machten Fotos und schickten sie mit einer Lehrkraft auf Reisen nach Ostafrika.

Dem Erdkundelehrer, Herrn Klose, war es im Rahmen einer Studienreise nach Kenia möglich, diese Bälle für drei kenianische Primary School, z.B. die Ititu Primary School Giathugu,mitzunehmen und im Rahmen eines feierlichen Anlasses (Eröffnung von Wassertanks an Schulen, ermöglicht durch Sponsorenläufe) diese zu überreichen. Die Schüler*innen in Kenia freuten sich sehr über diese Geschenke und kickten gleich drauf los.

Jubiläum: 30 Jahre Kinderrechte!

22. November, 2019 | 16:02

Der 6. Jahrgang des Gymnasium Limmer ehrte die Kinderrechtskonvention, die am 20.11.2019 ihr 30jähriges Jubiläum feierte. Die Regionalvertretung von Unicef Hannover machte deswegen in Kooperation mit der Schule in der Aula eine Veranstaltung, um die Schülerinnen und Schüler über ihre Rechte zu informieren. Die vielen Fragen der Kinder im Anschluss an den Vortrag machten deutlich, wie wichtig den Heranwachsenden ihre eigenen Rechte sind.

Einen herzlichen Dank an Unicef und besonders an unseren großartigen Kollegen Rainer Pommer, der diese Aktion federführend in der Schule organisierte.

Nachlese zur FAIREN WOCHE 2019

17. November, 2019 | 17:06

Die FAIRE WOCHE 2019 am Gymnasium Limmer ist vorbei. Unsere Aktivitäten waren ein Mix aus Pausenverkauf und der thematischen Einbindung des Jahresthemas „Geschlechtergerechtigkeit“ im Unterricht, z. Bsp. in den Fächern Englisch, Werte und Normen sowie Erdkunde. In den FAIR-Pausen haben wir fair gehandelte Produkte von el puente, GEPA und Weltpartner verkauft. Der Dauerbrenner war auch dieses Jahr die „Gute Schokolade von Plant-for-the-Planet. Mit über 350 verkauften Schokoladentafeln haben wir dazu beigetragen, dass 70 Bäume (5 Tafeln = 1 Baum) gepflanzt werden können. Neu dabei war dieses Jahr unser Hidden Champion, Poppy 2.0, unsere neue Popcornmaschine, die im Dauerbetrieb lief.

Wir danken allen Beteiligten für ihre Unterstützung. Ein ganz besonderer Dank geht an den lokalen REWE-Markt Schell in unserer unmittelbaren Nachbarschaft, der uns mit fair gehandelten Produkten versorgt hat. Der Erlös aus dem Pausenverkauf wird auf verschiedene Projekte aufgeteilt und gespendet.

Brief von Patricia Gualinga an die Schülerschaft

30. September, 2019 | 20:21

Liebe Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Limmer,

es sind mehrere Monate vergangen seitdem ich euch besucht habe. Es waren wichtige Monate, in denen die indigenen Völker den Kampf um den Schutz des Amazonas-Gebietes, eines der größten Biotope der Welt, weitergeführt haben.

Die Brandstiftungen in den Amazonas-Wäldern unter Billigung unverantwortlicher Regierungen sind irreparabel. Es sind viele einzigartige Tier- und Pflanzenarten ausgestorben. Aber trotz so einer Umweltkatastrophe gibt es dennoch Hoffnung. Viele Menschen und Regierungen aus der ganzen Welt haben ihre Sorge ausgesprochen. Ihnen ist klar geworden, dass der Amazonas geschützt werden muss. Dieses globale Interesse ist sehr wichtig, aber die größte Hoffnung seid ihr, Kinder und Jugendliche aus der ganzen Welt, die ihr Recht einfordern, einen lebenswürdigen Planeten zu erben, einen Planeten, wie wir ihn hatten. Mit eurer Kraft sind wir nicht allein, wir aus dem Amazonas-Regenwald und ihr aus einem anderen Kontinent, zusammen werden wir für das Leben auf der Erde und gegen den Klimawandel kämpfen.

Ich erinnere mich immer wieder sehr gerne an meinen Besuch bei euch zurück und wie herzlich ihr mich empfangen habt.

Eine große Umarmung aus Ecuador

Patricia Gualinga

„Während andere aufgeben mussten, wird Sarayaku niemals aufgeben“, verkündete Patricia Gualinga, die Sprecherin der indigenen Kichwa-Gemeinde Sarayaku (Ecuador) in einem Gespräch mit Amazon Watch im Jahre 2013. Die Gemeinde führt seit Langem einen erfolgreichen Kampf gegen das Eindringen in ihr Territorium durch internationale Ölkonzerne für die Gewinnung von Öl, Gas und Mineralien und erlangte so weltweite Bekanntheit.

Patricia Gualinga setzt den Kampf um das Territorium und ein Leben in Einklang mit der Natur im größeren Kontext der internationalen Bemühungen um eine nachhaltige Zukunft fort. Patricia besuchte das Gymnasium Limmer im Rahmen des Projektages „Die Welt im Zenit“ am 8.11.2018. Als sie erfahren hat, dass die Schule einen Aktionstag im Rahmen des globalen Klimastreiks am 20.09.2019 organisiert hatte, hat sie einen Brief an alle Schülerinnen und Schüler geschrieben.

Fair Weeks – fair humans

26. September, 2019 | 15:13

Im Rahmen der Fair Week haben sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8b mit dem Thema Bürger*innenrechte und Geschlechtergerechtigkeit befasst; insbesondere Rollenmodelle wurden kritisch betrachtet. Den Anlass gab die Barbiepuppe „Rosa Parks“, die die Firma Matell zu Ehren der Bürgerrechtlerin Rosa Parks im August diesen Jahres auf den Markt brachte.

Die Afro-Amerikanerin Rosa Parks wurde 1955 festgenommen, weil sie sich im Bus auf einen Sitz setzte, der den weißen Fahrgästen vorbehalten war. Sie weigerte sich, den Sitz frei zu machen und wurde deshalb schließlich von der Polizei festgenommen. Dies löste einen Busboykott aus und wird heute als der Beginn der Bürgerrechtsbewegung in den USA gesehen. Ziel dieser war und ist es, Diskriminierung aufgrund vor allem der Hautfarbe zu beenden.

Dass die Firma Matell nun eine Barbiepuppe „Rosa Parks“ herausgab, wurde von den Schülerinnen zum einen zustimmend aufgenommen. Schließlich wird damit eine mutige und wichtige Frau geehrte. Andererseits jedoch stehen gerade die Barbiepuppen in der Kritik, keine guten Rollenmodelle abzugeben. Ihre Figur und das Image entstammt einer unrealistisch „perfekten“ Welt. Können solche Puppen ein Vorbild für Mädchen sein? Was würde Rosa Parks heute zu der Barbiepuppe sagen, wenn sie noch lebte? Und welche Probleme haben Jungen in Bezug auf Geschlechtergerechtigkeit?