Organisation des Präsenzunterrichts, Lernen zu Hause und Leistungsbeurteilung


(Stand: Mai 2020)

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern und Erziehungsberechtigte,

der Kultusminister hat den Fahrplan zur Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts bekannt gegeben. Die Umsetzung dieses Plans erfolgt demnach stufenweise „so lange uns das Infektionsgeschehen dabei keinen Strich durch die Rechnung macht.“

Präsenzunterricht

Ab dem 03.06.2020 (nach den Pfingstferien) kommen die Klassen der Jahrgänge 7 und 8 wieder tageweise zum Un-terricht in die Schule. Zwei Wochen später, ab dem 15.06.2020, folgen dann die Klassen der Jahrgänge 5 und 6. Auch wenn die Umstände uns alle vor große Herausforderungen stellen, so freuen wir uns doch sehr euch dann endlich wieder regelmäßig in der Schule wiederzusehen und unterrichten zu dürfen!

Für alle Schüler*innen des Gymnasium Limmer gilt, dass sie bei der Materialausgabe am 25./26.05.2020 eine Belehrung zu den Hygienemaßnahmen erhalten haben, die sie unterschreiben müssen. Auch Sie als Eltern müssen die Kenntnisnahme durch Ihre Unterschrift nachweisen. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir alle Schüler*innen wieder nach Hause schicken müssen, die die unterschriebene Belehrung nicht bei Beginn des Präsenzunterrichts dabeihaben. Ebenso müssen wir Schüler*innen nach Hause schicken, die gegen die Hygieneregeln verstoßen. Bitte sprechen Sie mit Ihren Kindern und weisen Sie Ihre Kinder noch einmal auf die Hygienevorschriften hin. Es wird den Schüler*innen wahrscheinlich schwer fallen Abstand zu ihren Freundinnen und Freunden zu wahren, dennoch sind die Abstands- und Hygieneregeln nach wie vor sehr wichtig, um eine erneute Infektionswelle zu verhindern. Wer zu einer Risikogruppe gehört oder aufgrund anderer Bedenken am 25./26.05.2020 nicht zur Materialausgabe kommen kann, entschuldigt sich bitte bei seiner Klassenleitung.

  Download der Belehrung zu den Hygienemaßnahmen

Wie bereits mitgeteilt wurde, findet der Präsenzunterricht in geteilten Klassen an jedem zweiten Tag mit max. 16 Schüler*innen statt, damit in den Klassenräumen genügend Platz zur Verfügung steht, um den Mindestabstand von 1,50 m einzuhalten. Die Lerngruppen bekommen in ihrem Klassenraum einen festen Sitzplatz zugeteilt. Wir sind angehalten, all dies zu dokumentieren. Die Klassenleitungen werden euch/Sie zeitnah über die Einteilung der Gruppen und den neuen Stundenplan informieren.

Wochen Gruppen Wochentage
1 A Mo Mi Fr
B Di Do
2 A Di Do
B Mo Mi Fr

Um die vom Kultusministerium vorgegebenen Hygienebestimmungen umsetzen zu können, müssen wir leichte Stundenplanänderungen zur Wiederaufnahme des Schulbetriebs vornehmen:

Die Fächer Werte und Normen und Religion sowie der Wahlpflichtunterricht in Jahrgang 8 werden bis zum Schuljahresende nicht mehr im Präsenzunterricht erteilt. In diesen Fächern erhalten die Schüler*innen Aufgaben zum Lernen zu Hause, da wir Unterricht in gemischten Lerngruppen nicht erteilen dürfen. Das Fach Sport wird unter Einhaltung des Mindestabstandes in abgewandelter Form erteilt. Es werden leichte sportliche Übungen gemacht, die lediglich eines Schuhwechsels bedürfen.

An den Tagen, an denen die Schüler*innen nicht in der Schule sind, bekommen sie weiterhin Aufgaben für zu Hause. Der Nachmittagsunterricht und der offene Ganztag finden nicht statt. Die Cafeteria und die Mensa bleiben geschlossen. Die Schüler*innen müssen ausreichend Getränke und Pausenverpflegung für den gesamten Schultag mitbringen.

Hygienemaßnahmen

Da die Goetheschule bis zum Ende des Schuljahres das Gebäude gemeinsam mit uns nutzt, sind wir gezwungen die Umsetzung der hygienischen Maßnahmen für zwei Schulen zu denken und entsprechend umzusetzen.

Der Beginn und das Ende jeden Schultages und jeder Unterrichtsstunde stellen besondere Situationen dar, weil die Schüler*innen der verschiedenen Teillerngruppen in engeren Kontakt treten könnten. Die Einrichtung versetzter Unterrichts- und Pausenzeiten für die verschiedenen Lerngruppen bzw. Jahrgangsstufen ist nicht umsetzbar, da dann der Einsatz von Lehrkräften, die in verschiedenen Jahrgangsstufen unterrichten, nicht mehr möglich wäre.

Um dennoch die Kontaktmöglichkeiten der Schüler*innen verschiedener Lerngruppen so gering wie möglich zu halten, sollen daher die Lerngruppen gestaffelt in den Unterricht bzw. in die Pausen geführt werden. Aus Gründen der Praktikabilität soll dies nicht starr nach einem festen Zeitplan geschehen, sondern nach situativer Absprache der jeweiligen Kolleg*innen, die Aufsicht führen bzw. mit den Lerngruppen in den Unterricht bzw. in die Pause gehen.

Unterrichtsbeginn ist jeden Tag um 7.50 Uhr.
Unterrichtsschluss ist um 13.15 Uhr.

  • Das Schulgelände darf nur einzeln und über drei Eingänge betreten werden. Für jeden Jahrgang ist ein separater Eingang vorgesehen. Die Lehrkräfte holen ihre Klassen in markierten Zonen an 3 Eingängen ab. Weitere Informationen dazu folgen gesondert.
    • Jg. 5/6: Trakt C: Hof 2
    • Jg. 7: Trakt A: seitliches Treppenhaus an den Tischtennisplatten
    • Jg. 8: Trakt A: hinteres Treppenhaus an der Mensa
  • Vor jedem Schuleingang stehen mobile Waschbecken, an denen sich jede/r einzelne Schüler/in vor Betreten des Gebäudes die Hände wäscht.
  • Die Lehrkraft nimmt ihre Lerngruppe vor dem Gebäude in Empfang. Erst wenn alle Schüler*innen dieser Lerngruppe im Gebäude sind, geht die nächste Lehrkraft mit der von ihr betreuten Lerngruppe ins Gebäude. Dies wird dazu führen, dass einige Lerngruppen vielleicht zwei, fünf oder zehn Minuten weniger Unterricht haben. Genau so sollen auch die Lerngruppen aus dem Gebäude geführt werden, nachdem von der jeweiligen Lehrkraft geprüft wurde, ob der Flur frei ist.

In den Pausen werden die Schüler*innen von der Lehrkraft beaufsichtigt, die danach den Unterricht erteilt, um zu gewährleisten, dass auch in den Pausen die Mindestabstände eingehalten werden. Ein beaufsichtigtes Händewaschen in den Pausen wird für nicht praktikabel gehalten, da dies nahezu die gesamte Pausenzeit beanspruchen könnte. Aus diesem Grunde sollen die Schüler*innen einmal pro Doppelstunde während des Unterrichts die Möglichkeit erhalten, sich die Hände waschen zu können. Damit für den Fall, dass sich mehrere Schüler*innen verschiedener Klassen vor den Toiletten treffen könnten, die Lehrkräfte bei Bedarf auch einschreiten können, soll nach Möglichkeit bei offenen Türen unterrichtet werden. Damit ausreichend Schüler*innentoiletten zur Verfügung stehen, werden vorübergehend einige Lehrer*innentoiletten umgewidmet. Aufgrund der Größe der Toilettenräume können diese nur einzeln betreten werden. An die Toilettentüren werden Schilder aufgehängt, an denen die Schüler*innen eine Wäscheklammer hängen. Damit ist schnell ersichtlich, dass die Toilette bereits besetzt ist. Bitte geben Sie Ihrem Kind eine Wäscheklammer mit.

Die Regenpause stellt eine besondere Herausforderung dar. Die Eingangs- sowie die Pausenhalle sind als Aufenthaltsorte zu klein, wenn die Schüler*innen aller Jahrgänge wieder im Präsenzunterricht sind. Die Beaufsichtigung der Lerngruppen in ihren Klassenräumen mit dem beschränkten Bewegungsraum ist aus pädagogischen Gründen speziell für die Jahrgänge 5 und 6 auf ein Minimum zu beschränken. Aus diesem Grunde sollen bei Regenpausen die Schüler*innen der Klassen 5 und 6 soweit wie möglich auf dem Hof beaufsichtigt werden. Wir bitten Sie daher Ihre Kinder mit Regenkleidung auszustatten. Sollte es in Strömen regnen, bleiben auch die Schüler*innen der Jahrgänge 5 und 6 in ihren Klassenräumen und werden von den eingeteilten Lehrkräften dort beaufsichtigt.

  Download der Klassenregeln 

  Download der Belehrung zu den Hygienemaßnahmen

Lernen zu Hause

Das Gymnasium Limmer verfügt erst seit wenigen Wochen über den Zugang zu der Lernplattform WebWeaver der Stadt Hannover. In der Regel wird eine solche Plattform über Monate hinweg in einem Kollegium und einer Schulgemeinschaft vorbereitet und eingeführt. Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Schulschließungen führten aber plötzlich zu der Notwendigkeit, Schüler*innen über die Distanz mit Aufgaben zu versorgen und bei der Erledigung dieser Aufgaben einzeln zu betreuen.

Zunächst wurden Materialien über die Materialausgabe in Form von Kopien an die Schüler*innen herausgegeben, da wir nicht voraussetzen können, dass alle Haushalte über Möglichkeiten des Ausdruckens verfügen. Parallel wurden aber auch bereits – da wo es möglich war – Materialien per E-Mail verteilt. Ergebnisse sollten in Form von Fotos oder Scans als E-Mail-Anhang an die Fachlehrkräfte übermittelt werden.

Das gesamte Kollegium hat sich mit Eifer und großer Motivation dieser Aufgabe gestellt und parallel zur Materialausgabe, telefonischer Betreuung der eigenen Klasse sowie den Korrekturen der Schüler*innen-Ergebnisse damit begonnen, die weiteren Möglichkeiten dieser neuen Plattform zu erkunden und auszuprobieren, um die Schüler*innen noch intensiver in diesen Zeiten begleiten zu können. Inzwischen werden in einigen Fächern Videokonferenzen über andere Plattformen durchgeführt, Erklärvideos erstellt und von unseren Lehrkräften viele weitere digitale Tools ausprobiert.

Nach und nach werden wir nun auch weitere Module der Lernplattform WebWeaver in die Nutzung durch die Schulgemeinschaft einbeziehen. Für jedes dieser Module sind aber weitreichende Vorbereitungen notwendig: Absprachen über die Nutzung müssen zwischen Kollegium und Elternschaft getroffen werden, da einige dieser Module den Schüler*innen mehr Online-Zeit an einem Endgerät zuhause abverlangen, die aber unter Umständen nicht in jedem Haushalt zur Verfügung stehen. Datenschutzrechtliche Bedenken in Bezug auf die Einsehbarkeit der Schüler*innen-Beiträge in den einzelnen Gruppen müssen überprüft und – wenn notwendig – abgeschaltet werden. Eine kommende Neuerung und damit auch Erleichterung wird die Nutzung des Moduls „Lernplan“ sein, welche es erlaubt, Arbeitsergebnisse direkt hochzuladen und der entsprechenden Lehrkraft so zugänglich zu machen, ohne den Umweg über eine E-Mail gehen zu müssen. Andersherum kann in diesem Modul auch eine schnelle Rückmeldung gegeben werden.

Wir arbeiten auch weiterhin an der Erstellung tragfähiger Konzepte, die in den Zeiten des Lernen zu Hause unabhängig von der digitalen Ausstattung der Elternhäuser und den zeitlichen Zugangsmöglichkeiten zu Endgeräten sicherstellen, dass unsere Schüler*innen mit Materialien, Aufgaben und Rückmeldungen versorgt werden.

Leistungsbewertung

Wie bereits mitgeteilt, setzen wir die Leistungsbewertung am Gymnasium Limmer in der aktuellen Situation nach den Vorgaben des Leitfadens aus dem niedersächsischen Kultusministerium „Schule in Corona-Zeiten“ um. Aufgrund des späten Starts des Präsenzunterrichts in den Jahrgängen 5-8 gelten am Gymnasium Limmer zusätzliche Regelungen zur Leistungsbewertung:

  • Noch in dieser Woche werden den Schüler*innen die am 15. April eingetragenen Noten aller Fächer durch die Klassenleitungen telefonisch mitgeteilt.
  • In allen Kurzfächern und Langfächern wird aufgrund der Kürze der noch verbleibenden Unterrichtszeit grundsätzlich auf Klassenarbeiten verzichtet.
  • Ersatzleistungen werden den Schüler*innen zur Verbesserung ihrer Noten angeboten, z.B. Ausarbeitungen im Rahmen des Homeschoolings oder Colloquien im Präsenzunterricht. Die Entscheidungen darüber, welche Aufgabenformate sich zur Bewertung eignen, trifft die einzelne Lehrkraft.
  • Zu den Versetzungsregelungen:
    • Im 2. Halbjahr epochal unterrichtete Fächer werden bei mangelhaften oder ungenügenden Leistungen nicht zur Versetzungsentscheidung herangezogen, sie können aber zum Ausgleich anderer mangelhafter oder ungenügender Leistungen herangezogen werden.
    • Die Ausgleichsregelungen werden verbindlich angewendet.
    • Den Schüler*innen wird generell eine Nachprüfung in den Klassen 5 bis 8 bei zwei mangelhaften Leistungen gewährt. Hier wird eine mangelhafte oder ungenügende Leistung in einem im 2. Halbjahr epochal unterrichteten Fach nicht mitgezählt.